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Manfred Baberg

Prof. i.R., Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule Emden-Leer, Mitglied der Attac-AG Soziale Sicherungssysteme, Schwerpunkte: Soziale Ungleichheit und Inklusion

Beiträge von Manfred Baberg

  • In den letzten Jahren sind drei wichtige Publikationen erschienen, die auf Aufklärung beruhende weltweit gültige moralische und ethische Prinzipien durchsetzen möchten: „Das Zeitalter des Lebendigen. Eine neue Philosophie der Aufklärung“ von Corine Pelluchon (2021), „Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten. Universale Werte für das 21. Jahrhundert“ von Markus Gabriel (2020) und „Das emphatische Gen. Humanität, das Gute und die Bestimmung des Menschen“ von Joachim Bauer (2021). Einige wichtige Aussagen dieser drei Bände, die weltweite Perspektiven für den Schutz aller Lebewesen, gegen Rassismus und Nationalismus und für internationale Solidarität eröffnen, sollen im Folgenden kurz dargestellt werden.

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  • Der Soziologe Andreas Reckwitz hat kürzlich in einem Beitrag für „Die Zeit“ eine Zeitenwende vom individuellen Eigeninteresse zur Unterordnung unter kollektives Wohl festgestellt. Individualismus und Ökonomisierung als die zwei Seiten des Liberalismus werden infolge der Corona- und der Klimakrise durch stärkere Orientierung am Gemeinwohl zurückgedrängt.

    Dazu passend und ergänzend sind in jüngster Zeit zwei Publikationen erschienen, die ebenfalls das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellen. Lea Susemichel und Jens Kastner (2021) haben den Band „Unbedingte Solidarität“ herausgegeben, in welchem internationale Solidarität gefordert wird.

    Dem Wunsch nach mehr Gemeinwohl ist auch der von Manfred L. Pirner, Michaela Gläser-Zikuda und Michael Krennerich (2022 herausgegebene Band „Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen im Kontext Schule“ gewidmet, der die Aufhebung sozialer Diskriminierung im Bildungsbereich fordert.

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  • Ungleichheit in ihren unterschiedlichen ökonomischen und sozialen Dimensionen ist in der letzten Zeit in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion gerückt, weil die Corona-Pandemie – wie zahlreiche Studien, unter anderem die kürzlich vom WZB, vom Statistischen Bundesamt und von der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlichte Studie – die stärkere Betroffenheit armer Menschen offengelegt haben. Dies gilt nicht nur für den gesundheitlichen Bereich, sondern auch für Verstärkung von Armut sowie zusätzliche Beeinträchtigung der Bildungschancen. Die auf Förderung von Ungleichheit ausgerichtete neoliberale Ideologie gefährdet darüber hinaus die politische Gleichheit.

    Dieser Beitrag stellt die politische und die Bildungsungleichheit in den Mittelpunkt und schlägt nach einer Analyse der Ursachen Lösungsmöglichkeiten im Sinne einer emanzipatorischen Strategie vor.

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  • Soziale Ungleichheit als Einkommens- und Statusungleichheit führt nicht nur zu gravierenden ökonomischen und sozialen Unterschieden. Sie ist auch mit Diskriminierung derjenigen verbunden, die über ein geringes Einkommen verfügen. Sie werden als „Proleten“, „nutzlose“ und „faule“ Menschen, „sozial schwach“ und „bildungsfern“ abgewertet.

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  • Zur Klärung des Zusammenhangs zwischen Neoliberalismus und Rechtspopulismus sind in den letzten Jahren neuere Publikationen erschienen, welche die Auswirkungen neoliberaler Ideologie auf Wirtschaft, Gesellschaft und Individuen analysieren. Diese werden in den folgenden Absätzen kurz zusammengefasst und diskutiert.

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  • Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass große soziale Ungleichheit zu erheblichen gesellschaftlichen Verwerfungen führt. Die Zunahme von Gewalt, aber auch von Kriminalität bis hin zu höheren Mordraten gehören ebenso dazu, wie soziale und gesundheitliche Auswirkungen, höhere Raten von Kindersterblichkeit, steigende Drogenkonsumprobleme und Fehlernährung, mit der Folge etwa von Fettleibigkeit sowie einer Beeinträchtigung der Lebenschancen von Kindern. Insbesondere Kinder aus unteren sozialen Schichten sind in ihren Lebenschancen deutlich beeinträchtigt.

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