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Corona: Was jetzt wirklich wichtig ist

Die Corona-Pandemie macht die Konstruktionsfehler unserer profitorientieren globalisierten Wirtschaft noch sichtbarer als sonst: Die Märkte, die angeblich alles zum Guten regeln, versagen. Die an Wachstum und Gewinn gebundene, exportorientierte Wirtschafts- und Handelspolitik droht zusammenzubrechen. Plötzlich müssen Staat und Politik es wieder richten und die großen gesellschaftlichen Systeme funktionsfähig halten.

Bei aller berechtigten Sorge birgt die Corona-Pandemie aber auch eine Chance: uns darauf zu besinnen, #waswirklichwichtigist für eine Gesellschaft. Jetzt gilt es, die Prioritäten geradezurücken und die Menschen, nicht den Profit ins Zentrum zu stellen.

Die Rettungspakete müssen nicht "die Wirtschaft" retten, sondern Menschen, die sonst ins Nichts fallen. Die Krisenprogramme dürfen nicht Klimakiller am Leben halten, sondern müssen den sozial-ökologischen Umbau der Wirtschaft fördern. Und zur gesellschaftlichen Solidarität gehört eine öffentliche Daseinsvorsorge, die allen Menschen zugutekommt – im Gesundheitswesen und darüber hinaus.

Attac arbeitet seit Jahren an Alternativen für eine solidarische, sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Gesellschaft. Wie wir dahin kommen und was wir aus der Corona-Krise lernen können – darum geht es auf dieser Schwerpunktseite.

Menschen retten, nicht Steuertrickser und Klimakiller26. März 2020

Krisenprogramme müssen sozial-ökologischen Umbau befördern. Zur News

Attac fordert ein gemeinwohlorientiertes Gesundheitssystem und einen Umbau der Wirtschaft!

In dieser ohnehin bedrohlichen Situation müssen wir befürchten, dass unser heruntergespartes Gesundheitssystem, das bereits im Normalbetrieb überlastet ist, nun in der Krise zu kollabieren droht. Zur Corona-Erklärung des Attac-Koordinierungskreis

Attac Deutschland – Arbeitsgruppe Finanzmärkte und Steuern 4. März 2020

Welche Wirtschaft wollen wir ‘retten’? Menschen in den Mittelpunkt – Keine Staatshilfen für Klimakiller. (PDF)

Gesundheitssystem nicht fit für CoronaBündnis "Krankenhaus statt Fabrik"

Was hat die aktuelle #Corona-Virus-Pandemie mit der Finanzierung deutscher Krankenhäuser über Fallpauschalen zu tun? Diese Frage beantwortet hier das Bündnis "Krankenhaus statt Fabrik", zu dem auch Attac gehört. Dass, auch auf Intensivstationen, zu wenige Betten vorgehalten werden, war bereits vor der Krise ein Problem und ist die Folge davon, Krankenhäuser auf ökonomische Effizienz zu trimmen.

Attac fordert im Einzelnen:

- staatliche Sofort-Direktinvestitionen in Milliardenhöhe in öffentliche Gesundheitseinrichtungen zur Notfallbewältigung,
     
- ein Investitionsprogramm für den sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft, insbesondere und dringend für den Ausbau eines auf flächendeckende Versorgung ausgerichteten Gesundheitswesens,
     
- Einkommenssicherung für Erwerbstätige bei Arbeitsausfall und bei Arbeitszeitreduzierung wegen Kinderbetreuung
     
- Überbrückungskredite für Selbständige und kleine Unternehmen, die mit Liefer- oder Absatzschwierigkeiten kämpfen,
     
- die Finanzierung dieser Aktivitäten mittels Krediten durch temporäre Erhöhung der Verschuldung und Ausgleich durch effektive Besteuerung von Vermögen, gerechter Unternehmensbesteuerung und Verhinderung von Steuerflucht und Steuervermeidung.

Pandemien sind im DRG-System nicht vorgesehen – warum sind unsere Krankenhäuser für unvorhersehbare Katastrophen schlecht vorbereitet? Text im Attac-Theorieblog

Politische Bildung in der Corona-KrisePassendes Attac-Bildungsmaterial

Die Schulen sind geschlossen und soweit es möglich ist, wird der Unterricht auf Lernplattformen verlegt. Zugleich werden in der Krise – deren Dimensionen noch gar nicht ganz absehbar sind – zahlreiche Themen relevant, zu denen Attac in den vergangenen Jahren bereits Bildungsmaterial erstellt hat. Daher werden hier einige passende Arbeitsblätter als PDF-Dokumente zusammengestellt, die sich auf Lernplattformen nutzen lassen.

Corona-Dossier unserer Mitgliedsorganisation Medico International