Rahmenprogramm der Attac-Sommerakademie
Neben all dem Inhalt steht bei der Sommerakademie auch das gute Leben im Mittelpunkt:
zusammen essen, neue Leute kennenlernen, sich vernetzen und gemeinsam eine gute Zeit haben.
Oder auch einfach mal den Kopf lüften.
Dafür zeigen wir zwei Filme, es gibt eine Ausstellung, die Möglichkeit Viertelfinalspiele der Männer-Fußball-WM zu schauen oder einfach entspannt bei einem kühlen Getränk im schönen Innenhof der Waldorfschule sitzen.
Die Sportgaststätte Jahnvolk liegt direkt hinter der Waldorfschule und hat einen wunderschönen Außenbereich. Dort sind wir willkommen die Viertelfinalspiele am Freitag 21.00 Uhr und Samstag 23.00 Uhr zu schauen.
Wer kein Fußball mag, kann bei einem Getränk und musikalischer Untermalung im Innenhof der Waldorfschule entspannen.
Freitagabend, ab 21.00 Uhr
Beisammensein im Innenhof
Viertelfinalspiel, Anstoß 21.00 Uhr (Gaststätte Jahnvolk, im Park hinter der Waldorfschule)
Samstag
Filme (Medienraum, 2. OG)
17.00 Uhr
Passion – Zwischen Revolte und Resignation
20.00 Uhr
Push – Für das Grundrecht auf Wohnen
Viertelfinalspiel, Anstoß 23.00 Uhr (Gaststätte Jahnvolk, im Park hinter der Waldorfschule)
parallel: Beisammensein im Innenhof mit Musik und Getränken
Durchgehend
Ausstellung „Rohstoffwende“
Die interaktive Ausstellung „Rohstoffwende“ des INKOTA-Netzwerks zeigt auf, warum wir einen grundlegenden Kurswechsel im Umgang mit metallischen Rohstoffen brauchen, und stellt Lösungsansätze für eine ressourcengerechte Welt vor. Sie lässt dabei Expert*innen aus den Abbauländern zu Wort kommen.
Filme
Passion - Zwischen Revolte und Resignation, 80 Minuten
(Samstag 17.00 Uhr, Medienraum 2. OG)
Bilder einer Reise durch den kapitalistischen Dschungel aller fünf Kontinente öffnen den Blick auf Klimaerwärmung, Krieg, Konsum, Flucht und Ungleichheit.
Episoden aus dem Leben des Regisseurs, die an weltgeschichtliche Ereignisse geknüpft sind, erweitern den Film um eine historische Dimension. Sie vertiefen die Sicht auf die Welt von heute und schildern die Gefühlslage der 68er-Generation, die ihre vor 50 Jahren entwickelte, kämpferische Perspektive zu verlieren droht. Die herkömmliche filmische Erzählweise wird überwunden, keine Interviews und Kommentare verstellen den Blick.
Texte von Franz Kafka, Bertolt Brecht, Slavoj Zizek, Ulrike Meinhof, Dorothee Sölle und anderen stellen die Verhältnisse von heute in einen grösseren Zusammenhang und versuchen zu ergründen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Musik aus der Matthäus Passion von J. S. Bach begleitet Bilder und Texte.
Entstanden ist ein Essayfilm über den Umgang mit der schmerzlichen Tatsache, dass unser Dasein heute nicht so ist, wie es sich viele vor 50 Jahren erträumten. Ein filmischer Versuch, die Mechanismen eines entfesselten Kapitalismus zu zeigen und die Frage zu beantworten, ob ein richtiges Leben im Falschen überhaupt möglich ist.
Push - Für das Grundrecht auf Wohnen, 92 Minuten
(Samstag 20.00 Uhr, Medienraum 2. OG)
Überall auf der Welt schnellen die Mietpreise in den Städten in die Höhe. Die Einkommen tun das nicht. Langzeitmieter werden aus ihren Wohnungen herausgedrängt. Selbst Krankenpflegende, Polizisten und Feuerwehrleute können es sich nicht mehr leisten in den Städten zu leben, für deren Grundversorgung sie notwendig sind. PUSH wirft ein Licht auf eine neue Art des anonymen Hausbesitzers, auf unsere immer weniger bewohnbaren Städte und eine eskalierende Krise, die uns alle betrifft. Das ist keine Gentrifizierung mehr: Wohnungen sind Kapital und Orte, um Geld anzulegen.
Der Film folgt Leilani Farha, der UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Wohnen, wie sie die Welt bereist, um herauszufinden, wer aus der Stadt gepusht wird und warum. „Ich glaube es gibt einen riesen Unterschied zwischen Wohnen als Handelsware und Gold als Handelsware. Gold ist kein Menschenrecht, Wohnen schon“, sagt Leilani.
PUSH, der neue Dokumentarfilm vom vielfach ausgezeichneten Regisseur Fredrik Gertten (Bananas!* / Bikes vs Cars), untersucht, warum wir es uns nicht mehr leisten können, in unseren Städten zu wohnen. Eine Unterkunft ist ein fundamentales Menschenrecht, eine Voraussetzung für ein sicheres und gutes Leben. Aber in Städten weltweit werden die Chancen auf bezahlbare Wohnungen immer schwieriger. Wer sind die Akteure und was sind die Faktoren, die Wohnraum zu einem der größten Probleme der heutigen Zeit machen?

