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Kalte Netze für eine warme Stadt

Eine genossenschaftliche Lösung für Gebäudewärme (und Klimaanpassung)

Datum: 12.07.2026
Uhrzeit: 09:30 Uhr
Dauer: 01:30
Raum: Raum 6
Typ: workshop

Referent:innen: Klaus Berger

Im Workshop wird eine Möglichkeit vorgestellt, in dichtbebauten Stadtteilen ein gemeinschaftlich organisiertes „Kaltes Netz / Anergienetz“ zu bauen.

Die Nutzung von Erdwärme ist wegen der höheren Verfügbarkeit auch in der gefürchteten Dunkelflaute von zunehmendem Interesse. Anergienetze oder „Kalte Netze“ nutzen oberflächennahe Geothermie, die weniger Anforderungen ans Stromsystem stellt, weil die häuslichen Wärmepumpen auch im Winter mit ca. 10 Grad warmen Wasser die gewünschte Wärme bereitstellen können. Allerdings muss erst investiert werden, um in den Genuss der niedrigen Betriebskosten zu gelangen. Und wo bauen, wenn schon die Luftwärmepumpe keinen Platz hat?
Unsere Lösung ist der Bau im öffentlichen Raum unter den Bürgersteigen. Das Finanzierungsproblem lösen wir in Form einer Genossenschaft, zu einem Teil durch die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW). Einen Profit schließt die Genossenschaft („ErdwärmeDich Anergienetze eG“) satzungsmäßig aus. Die Betriebskosten sollen so niedrig sein, dass die Tilgung die Kosten der verfügbaren Alternativen, z.B. von Fernwärme, nicht überschreitet. Unser Projekt organisiert die Netze in Nachbarschaften, die für ihre Straßen die Initiative ergreifen und in der Genossenschaft vertreten sind.

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