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Großkapital investiert verstärkt in fossile Energieunternehmen

Update der Datenbank "Banking on Climate Chaos" veröffentlicht

Zusammen mit anderen Organisationen – darunter Attac Deutschland – hat die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Urgewald am heutigen Dienstag auf der London Climate Action Week eine neue Version des Reports Banking on Climate Chaos und der zugrunde liegenden Datenbank  veröffentlicht.

Zentrales Ergebnis: Die 65 größten Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften haben ihre Geschäfte mit fossilen Unternehmen auch 2025 erneut erweitert. „Während in diesem Frühjahr Hitzewellen in Südostasien und Europa herrschen, investieren sie überwiegend in fossile Zukunftsprojekte wie die Erschließung von Öl- und Gasfeldern sowie in die dazugehörige Infrastruktur wie LNG-Terminals oder Kohle- und Gaskraftwerke“, stellt Attac-Sprecher Michael Schramm fest.
 
Zunehmende Investitionen in Fossile verschärfen Krise über Jahrzehnte hinaus

Sie verschärfen so die Krise auf Jahre hinaus, denn viele der Investmentpapiere haben eine Laufzeit von 25 bis 50 Jahren, und die neu implementierte Hardware wird über Jahrzehnte hinweg abgeschrieben.

Die größten Übeltäter gegen das Klima kommen erwartungsgemäß aus den USA, angeführt von Vanguard und Blackrock. Aber auch der staatliche norwegische Pensionsfond und die Schweizer UBS-Bank sind weit vorne in der Rangliste der schmutzigen Investments.

Deutsche Bank fällt besonders negativ auf

Aus Deutschland fällt besonders negativ die Deutsche Bank auf, die ihr Geschäft mit fossilen Unternehmen 2025 um fast 20 Prozent gesteigert hat. Darauf haben Aktivist*innen von Attac, Greenpeace und Urgewald kürzlich bei der Hauptversammlung der Bank in Frankfurt aufmerksam gemacht.

Auch positive Tendenzen: Druck der Zivilgesellschaft wirkt

Aber es gibt auch positive Tendenzen: Diverse Institute haben ihre fossilen Geschäfte reduziert und geben keine neuen Kredite für Öl- und Gasinvestitionen. Hier haben offenbar der Druck der Zivilgesellschaft auf Aktionär*innen und Management sowie eine realistischere Risikoeinschätzung gewirkt.

„In einer Klimakatastrophe wird es keine sicheren Pensionen, keine sicheren Ersparnisse und keine sicheren Erträge aus Investitionen geben“, warnt Urgewald-Geschäftsführerin Heffa Schücking. Es ist es also im Interesse aller, auch der Geldinstitute selbst, diesen Kollaps zu verhindern. Ein wichtiger Baustein dazu ist es, diese Institute und die von ihnen finanzierten Energiekonzerne unter gesellschaftliche Kontrolle zu stellen, um ihrem bisherigen Management die Macht zu nehmen, weiter durch Profitstreben und Investitionen in fossile Energie die Welt aufzuheizen.