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Rechtsstaatsfreie Zone bei IAA-Protesten in München

Attac-Aktive grundlos in Gewahrsam genommen / Polizei schikaniert systematisch Protestteilnehmer*innen

Attac protestiert aufs Schärfste gegen die Schikanen und Repressalien, denen Teilnehmende der demokratischen Proteste gegen die Internationale Automobilausstellung (IAA) in München in seit Tagen ausgesetzt sind.

"Wir erleben grade, wie München für die Selbstdarstellungs-Show der Autoindustrie bei der IAA in eine rechtsstaatsfreie Zone verwandelt wird. Demokratischer Protest gegen das Greenwashing der Konzerne wird systematisch behindert, Teilnehmer*innen werden eingeschüchtert, schikaniert und wegen Kleinigkeiten mit Anzeigen überzogen oder in Gewahrsam genommen. Gegen friedlich Demonstrierende werden Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt“, sagt Judith Amler vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. „Aufgabe der Polizei ist es, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zu schützen, nicht Protest zu verhindern. Wer sich die Autoindustrie einlädt, muss auch den demokratischen Protest gegen Daimler, BMW, VW und Co. ermöglichen."

Festgenommen wegen Sprühkreide und Banner im Auto

Am Donnerstag wurden drei Attac-Aktive für zwölf Stunden in Polizeigewahrsam genommen, weil in dem Auto, in dem sie unterwegs waren, Sprühkreide und ein Banner gefunden wurde. Bei den Festgenommenen handelte es um eine Mitarbeiterin der Buchhaltung und den Datenbank-Administrator von Attac sowie einen Filmer. Eine Person wurde unrechtmäßig erkennungsdienstlich behandelt, die Hostel-Zimmer aller drei wurden durchsucht. Die Polizei drohte an, sie bis zum Ende der IAA am Sonntag in Gewahrsam zu nehmen.

Der Vorwurf der Polizei: Die drei hätten angeblich an einer Aktion am Mittwochabend teilgenommen, bei der Attac-Aktivist*innen die Scheiben der Mercedes-Benz-Niederlassung an der Donnersberger Brücke in München mit Sprühkreide grün einfärbten und mit Slogans wie „Stop Greenwashing“ und „Car is over“ beschrifteten. Die Farbe ist mit Wasser abwaschbar.

Dirk Friedrichs, ebenfalls aktiv im Attac-Koordinierungskreis: "Wir fordern die Polizei, die Stadt München und das bayerische Innenministerium dringend auf, rechtsstaatliche Standards einzuhalten und den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten. Das Grundrecht auf Protest ist zentral für eine funktionierende Demokratie."

Unter dem Motto "Debattieren, demonstrieren und blockieren" engagiert sich das globalisierungskritische Netzwerk beim Alternativkongress KonTra IAA, der Demonstration und Radsternfahrt des #aussteigen-Bündnisses am morgigen Samstag sowie Aktionen zivilen Ungehorsams von Sand im Getriebe.

(Kopie 1)

Rechtsstaatsfreie Zone bei IAA-Protesten in München

Attac-Aktive grundlos in Gewahrsam genommen / Polizei schikaniert systematisch Protestteilnehmer*innen

Attac protestiert aufs Schärfste gegen die Schikanen und Repressalien, denen Teilnehmende der demokratischen Proteste gegen die Internationale Automobilausstellung (IAA) in München in seit Tagen ausgesetzt sind.

"Wir erleben grade, wie München für die Selbstdarstellungs-Show der Autoindustrie bei der IAA in eine rechtsstaatsfreie Zone verwandelt wird. Demokratischer Protest gegen das Greenwashing der Konzerne wird systematisch behindert, Teilnehmer*innen werden eingeschüchtert, schikaniert und wegen Kleinigkeiten mit Anzeigen überzogen oder in Gewahrsam genommen. Gegen friedlich Demonstrierende werden Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt“, sagt Judith Amler vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. „Aufgabe der Polizei ist es, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zu schützen, nicht Protest zu verhindern. Wer sich die Autoindustrie einlädt, muss auch den demokratischen Protest gegen Daimler, BMW, VW und Co. ermöglichen."

Festgenommen wegen Sprühkreide und Banner im Auto

Am Donnerstag wurden drei Attac-Aktive für zwölf Stunden in Polizeigewahrsam genommen, weil in dem Auto, in dem sie unterwegs waren, Sprühkreide und ein Banner gefunden wurde. Bei den Festgenommenen handelte es um eine Mitarbeiterin der Buchhaltung und den Datenbank-Administrator von Attac sowie einen Filmer. Eine Person wurde unrechtmäßig erkennungsdienstlich behandelt, die Hostel-Zimmer aller drei wurden durchsucht. Die Polizei drohte an, sie bis zum Ende der IAA am Sonntag in Gewahrsam zu nehmen.

Der Vorwurf der Polizei: Die drei hätten angeblich an einer Aktion am Mittwochabend teilgenommen, bei der Attac-Aktivist*innen die Scheiben der Mercedes-Benz-Niederlassung an der Donnersberger Brücke in München mit Sprühkreide grün einfärbten und mit Slogans wie „Stop Greenwashing“ und „Car is over“ beschrifteten. Die Farbe ist mit Wasser abwaschbar.

Dirk Friedrichs, ebenfalls aktiv im Attac-Koordinierungskreis: "Wir fordern die Polizei, die Stadt München und das bayerische Innenministerium dringend auf, rechtsstaatliche Standards einzuhalten und den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten. Das Grundrecht auf Protest ist zentral für eine funktionierende Demokratie."

Unter dem Motto "Debattieren, demonstrieren und blockieren" engagiert sich das globalisierungskritische Netzwerk beim Alternativkongress KonTra IAA, der Demonstration und Radsternfahrt des #aussteigen-Bündnisses am morgigen Samstag sowie Aktionen zivilen Ungehorsams von Sand im Getriebe.