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Weltsozialforum 2026: Globale Zivilgesellschaft zeigt Rückgrat und Lösungen für Krisen

Eine andere Welt bleibt möglich

Nach zunächst auferlegten Restriktionen fand mit zwei Tagen Verspätung vom 6. bis 9. August in Cotonou das Weltsozialforum statt. Bei diesem zentralen Ereignis der globalen Zivilgesellschaft unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich“ mit tausenden Vertreter*innen sozialer Bewegungen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen wurden Lösungen für Umwelt- und Wirtschaftskrisen aufgezeigt und diskutiert. Zentrale Themen waren die gerechte Verwaltung von Ressourcen, der Kampf gegen Landraub und die Klimakrise, Ernährungssicherheit wie auch eigene Modelle gegen Ausbeutung und Diskriminierung und der Einsatz für friedliche Konfliktlösungen.

Carmen Junge von Attac Deutschland, Vertreterin im internationalen Komitee des Weltsozialforum dazu: „Erstmalig waren Karawanen, die bereits im Vorfeld durch mehrere Länder Westafrikas zogen, Teil des Weltsozialforums. In Zeiten, in denen weltweit autoritäre Regime mehr und mehr Zuwachs bekommen, spielen diese Formen der Mobilisierung für soziale Bewegungen eine sehr wichtige Rolle. Das gilt es zu schützen und zu erhalten.“

„In einer Zeit von Krisen und Kriegen ist es ein starkes Zeichen, dass sich Zivilgesellschaft international verständigt und gemeinsam nach Lösungen sucht. Ob die gemeinschaftliche Verwaltung von Land, solidarische Finanzierungsmodelle, agroökologische Ansätze, Bemühungen um Schuldenstreichungen oder konkrete Solidarität mit Menschen, die migrieren – das Weltsozialforum war eine große Inspiration!“, ergänzt Adrian Schlegel von WEED e.V., der das Weltsozialforum vor Ort begleitete.

Aus Deutschland nahm eine der größten Delegationen aus Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen seit vielen Jahren am Forum teil, darunter Attac Deutschland, Brot für die Welt, Misereor, Werkstatt Ökonomie e.V., Medico International e.V., Debt for Climate, Afrique-Europe-Interact, das KONE Netzwerk, MeineWelt, WEED, die Kampagnen „Sicherheit Neu Denken“ und „10 % for all“ sowie die Jugendorganisation der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft.

„Um dem Druck, dem die Zivilgesellschaft weltweit ausgesetzt ist, zu begegnen, ist gelebte internationale Solidarität essenziell. Mit Vernetzung konnte das Weltsozialforum einen Grundstein für neue Allianzen legen und globale Gerechtigkeit wieder auf die Agenda bringen“, sagt Junge.

Die Delegation hat sich vor Ort mit sozialen Bewegungen, Gewerkschaften sowie Menschenrechts-, Umwelt- und Indigenenorganisationen und Aktivist*innen aus aller Welt ausgetauscht und vernetzt. Sie wird die Ergebnisse des 18. Weltsozialforums nach Deutschland tragen.