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Weltwirtschaftsforum durch solidarische Alternativen ersetzen

Davos: 70 zivilgesellschaftliche Organisationen kritisieren WEF in internationaler Erklärung

In einer Koalition von rund 70 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus über 26 Ländern, zu der auch Attac gehört, kritisieren wir das Weltwirtschaftsforum (WEF) als Symbol für ein autoritäres Wirtschaftssystem, das die Welt in Kriege, soziale und ökologische Krisen treibt.

In einer internationalen Erklärung fordern wir, das Weltwirtschaftsforum mit solidarischen Alternativen wie dem Weltsozialforum zu ersetzen und eine grundlegende Demokratisierung der Weltwirtschaft mit einem Ende der Ausbeutung von Mensch und Natur.

Max Voegtli von StrikeWEF kritisiert: „Wir lehnen das Weltwirtschaftsforum als Symbol einer autoritären Wirtschaft ab, die nur wenigen dient und diejenigen ausschließt, die Tag für Tag hart arbeiten und von den Krisen der heutigen Zeit betroffen sind: Kriege, Klimakatastrophen und soziale Prekarität.“

„Wir fordern eine grundlegende Demokratisierung der Weltwirtschaft und eine Umverteilung des Reichtums, um unsere krassen globalen Ungleichheiten zu bekämpfen“, erläutert Thomas Eberhardt-Köster von Attac Deutschland.

Massa Koné, einer der Hauptorganisatoren des Weltsozialforums 2026, betont: „Wir setzen uns für alternative solidarische globale Foren ein, die von und für die Menschen organisiert werden. Das Weltsozialforum 2026 in Benin wird die Menschen befähigen, sich für eine gerechtere Gestaltung der Lebensgrundlagen selbst zu organisieren.“

Die Erklärung wurde von den Organisatoren des Weltsozialforums 2026 (dem westafrikanischen Netzwerk für Land- und Wassergerechtigkeit „La Convergence Globale des Luttes de Terre et de l’Eau – L’Afrique de Ouest”), den deutschen Organisationen WEED – Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung und Attac, die transnationale Bewegung Afrique-Europe-Interact sowie das Schweizer Bündnis StrikeWEF, das die diesjährigen Proteste in Davos organisiert.

Am 17. und 18. Januar fand im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums bereits eine Protestwanderung mit 600 Teilnehmenden von Küblis nach Davos statt. Aktivist*innen von Attac haben sich verstärkt an der Protestwanderung beteiligt, um ein Zeichen für eine klimagerechte Welt und gegen das dort stattfindende größte Lobbyforum der Reichen und Mächtigen zu setzen.

„Während die Erde brennt, autokratische Regierungen auf dem Vormarsch sind und sich die Schere zwischen arm und reich global und auch in Deutschland immer weiter öffnet, treffen sich beim WEF die Autokraten und die Reichsten der Reichen aus Politik und Wirtschaft mit dem Ziel, ihre Macht auszubauen und ihre Profite weiter zu steigern. Mit unserem Protest haben wir gezeigt, dass sich die kritische Zivilgesellschaft nicht ausschließen oder zum Schweigen bringen lässt“, sagt Hendrik Küster, ein Teilnehmer von Junges Attac bei der Protestwanderung.