Das Monster reiten: Raus aus der Vielfachkrise – rein in die solidarische Zukunft!

In Zeiten dystopischer Nachrichten gönnen wir uns drei Tage, um darauf zu schauen, wie alles besser wird꞉ Wie sehen nicht ausbeuterische Nord Süd Beziehungen der Zukunft aus? Wie bauen wir den Bereich der öffentlichen Versorgung aus? Welche Finanzinstitutionen braucht die Umstellung auf demokratisches und umweltverträgliches Wirtschaften? Wie könnte es sein, wenn Klasse und Geschlecht keine Rolle mehr spielen? Wem Fragen wie diese auf den Nägeln brennen, der findet bei der Attac-Sommerakademie viele Gelegenheiten zu lernen und zu diskutieren.
„Das Monster reiten. Raus aus der Vielfachkrise – rein in die solidarische Zukunft!“ lautet das Motto des Treffens vom 10. bis 12. Juli in Frankfurt. Erwartet werden auf dem Gelände der dortigen Freien Waldorfschule hunderte Attac-Aktivist*innen und Interessierte aus ganz Deutschland. Entlang der Themenblöcke Finanzen, öffentliches Eigentum, Internationales und Feminismus setzen sich Aktive in einer Vielzahl an Foren, Workshops und Diskussionsrunden mit den aktuellen vielfältigen Krisen auseinander, analysieren diese und erörtern gemeinsam, wie die erforderliche soziale und ökologische Wende erkämpft werden kann. Dazu kommen die Vermittlung von politischem und aktivistischem Handwerkszeug und ein buntes Kulturprogramm mit Musik, Filmvorführungen und einer Ausstellung zur Rohstoffwende.
„Aktuell gibt es nicht viel Grund zur Hoffnung auf eine bessere Welt. Aber alle, die sich mit dem ersten Blick nicht zufrieden geben, können Widersprüche, Bruchlinien und Gegenbewegungen erkennen, die in der gegenwärtigen Entwicklung ebenso eine Rolle spielen. Es gibt Widerstände, es bilden sich neue Allianzen und vielen Bereichen wird um die Richtung der Entwicklung gerungen, aber noch fehlen Konzepte, wie die Bruchmomente emanzipatorisch genutzt werden könnten. Dazu wollen wir mit der Attac-Sommerakademie einen Beitrag leisten“, sagt Annette Schnoor aus der Attac-Vorbereitungsgruppe für die Sommerakademie.
Die Sommerakademie bietet eine gute Gelegenheit auch für Neueinsteiger*innen, Attac kennen zu lernen, sich zu vernetzen und mit den Themen und Argumenten des Netzwerks für globale Gerechtigkeit vertraut zu machen. Fortgeschrittene Aktive können inhaltliche Debatten vertiefen. Am Samstagabend ab 20.30 Uhr treffen sich Aktive für eine öffentliche Aktion in der Frankfurter Innenstadt unter dem Motto „Das Monster raven“ mit Musikanlage auf Lastenrädern und Elementen aus den Kreativ-Workshops.
Programmhighlights
- Auftaktveranstaltung: „Zwischen Vielfachkrise und Zeitenwende – Weltwirtschaft, Finanzmärkte und Daseinsvorsorge“ (Auftaktpodium mit Klaus Dörre, Bettina Müller, Daniel Mertens und Alex Wischnewski)
- Workshops:
- „Handel in Zeiten von Trump und Co. – Veränderungen und Kontinuitäten europäischer Handelspolitik seit 2019“ (Bettina Müller von PowerShift e.V.)
- „Öffentliche Beteiligungsgesellschaften. Eine sinnvolle Finanzierung von Infrastruktur und Daseinsvorsorge“ (Patrick Kaczmarczyk)
- „Öffentlicher Luxus. Für eine Zukunft, die uns gehört“ (Vincent Janz von communia)
- „Eine Geschlechts- (und klassen-)lose Gesellschaft. Materialistisch-queerfeministische Theorie und Utopie“ (Doris Achelwilm, Friederike Beier, Matthias Neumann) - Abschlussveranstaltung: „Rein in die solidarische Zukunft. Globale Ungleichheit, kapitalistische Hegemonie und demokratische Alternativen“ (Abschlusspodium mit Boniface Mabanza Bambu, Sabine Nuss, Markus Wissen und Nafimane Hamukoshi)
Teilnahmekosten, Verpflegung und Unterbringung
Die drei Tage Sommerakademie sind kostenfrei. Auch für Vollverpflegung sowie Kinderbetreuung ist gesorgt. Kostenfreie Schlafmöglichkeiten gibt es in der Schul-Turnhalle.
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.