Nachhilfe für Umweltminister Gabriel: Agrosprit macht Hunger!

Aktion am 16.10. in Berlin am Umweltministerium


Am 16. Oktober ist Welternährungstag. Das klingt nach Essen für alle. Es wird ja auch tatsächlich genug für alle angebaut. Und der Milleniumsgipfel 2000 versprach immerhin, dass im Jahr 2015 nur noch halb so viele Menschen hungern müssen wie bisher...
Tatsächlich aber wird das Menschenrecht auf Nahrung mit Füßen getreten. Die Nahrungsmittelkrise hat in diesem Jahr zusätzlich Millionen zu Hungernden gemacht. Angesichts hoher und stark schwankender Weltmarktpreise ist keine Lösung des Problems abzusehen. Die Politik setzt im wesentlichen weiterhin auf die Industrialisierung und Weltmarktorientierung der Landwirtschaft, die Kleinbauern ruiniert und Menschen ohne Geld zum Hungern zwingt.

Titelbild des neuen "Supermarkt-Flyers"
Titelbild des neuen "Supermarkt-Flyers" - bitte klicken für Datei

Heftige Preissteigerungen sind u.a. auf die neue Masche der Industrieländer zurück zu führen, Essen anstatt auf den Teller in die Tanks ihrer Autos füllen zu wollen. Mit einer einzigen Tankfüllung kann ein Geländewagen die Jahresgetreideration eines Menschen verschlucken.

Die EU entscheidet noch in diesem Jahr, wie sie mit ihren abenteuerlichen Beimischungszielen für Agrosprit umgehen will. Die negativen Folgen sind bekannt. Aber handeln wollen sie nicht - weder die Politiker, die Großes versprachen und tief in ihre Subventionskassen griffen, um den Boom auszulösen, noch die Industrie, die in riesigen Anlagen immer größere Massen an Getreide zu Treibstoff vergären will. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gehört zu denen, die sich bislang weigern, die Konsequenzen aus den alarmierenden Folgen des Agrospritbooms zu ziehen. Dabei weiß auch er, dass es noch nicht einmal genug sauberes Süßwasser auf unserem Planeten gibt, um Energiepflanzen und Nahrungspflanzen in ausreichender Menge anbauen zu können.

Noch in diesem Jahr soll in Brüssel neu über die Beimischungsziele entschieden werden. Wir akzeptieren nicht, dass Gabriel und somit Deutschland das europaweit notwendige Umsteuern blockiert.

Am 16.10. besuchen wir Sigmar Gabriel in Berlin! Wir schlagen Lärm, damit Essen auf dem Teller und nicht im Tank landet. Wir treffen uns am 16.10. um 10.00 Uhr am Alexanderplatz.

VeranstalterInnen: Attac, BUNDjugend, Fian, Inkota, Rettet den Regenwald

Wir freuen uns, wenn viele Aktive Töpfe und Kochlöffel mitbringen!Schon jetzt gibt es auch für den dezentralen Einsatz Protest-Postkarten von Inkota gegen Agrosprit und einen „Supermarktflyer“ von Attac, der kurz und knapp und schreiend bunt die Zusammenhänge der Hungerkrise beleuchtet. Der Flyer kann im Attac Webshop (gegen Konfektion und Versand) kostenlos bestellt werden.

Bilder der Aktion

Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)
Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)
Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)
Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)
Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)
Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)
Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)
Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)
Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)
Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)
Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)
Foto von der Agrosprit-Aktion am 16.10.08 (Peter Steudtner, Inkota)