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Reutlingen

14.05.2012, Straßentheater quer durch die Stadt

Vielen Dank an Natalie für Bericht und Fotos!

Zum Nachmachen dieser tollen Aktion, könnt ihr euch hier den Aktionsleitfaden herunterladen.

"Eine Kurzbeschreibung:
Teilnehmende (insgesamt ca. 20):
- 6 Schauspielende: 1 Figur, die "die Bank" symbolisierte (Postbank, Deutsche Bank; mit goldener Maske), 5 BankkundInnen mit Geldtaschen ("mein Geld")
- 6 RoR-Sambistas
- mehrere Flyer-VerteilerInnen ("Krötenflyer", Postbankflyer, selbst gemachte Flyer...)

Mit Tunes aus dem RoR-Repertoire (Rhythms of Resistance) lockten wir die Aufmerksamkeit der PassantInnen auf uns.

Auf ein Signal hin begann dann das Aktionstheater: Die "BankkundInnen" liefen durch die Gegend, mal da mal dort hin, auch angelockt durch die Trommelei und bleiben schließlich stehen. Jetzt trat die "Bank" auf und begann, die Leute anzulocken. Diese wandten sich der "Bank" neugierig zu und warn drauf und dran, deren Verlockungen zu erliegen und ihr ihre Geldkoffer zu geben. Doch dann zögerten sie doch, begannen zu bedenken: "Mein Geld ist kein Hungergeld", "Mit meinem Geld wird nicht spekuliert!", "Mein Geld ist kein "Rüstungsgeld" und fragten schließlich in einem lauter werdenden Chor: "Was passiert mit meinem Geld?!"
Letztendlich entschieden unsere "KundInnen" sich, dieser "Bank" nicht zu trauen, wandten sich ab und skandierten (zu den PassantInnen hingewendet) vernehmlich: "Mein Geld gehört mir!"

Die Szenerie war so angelegt, dass wir uns mit Sambagruppe und Theater etwas "Spielraum" in der Fußgängerzone in Reutlingen verschaffen konnten. Die FlyerverteilerInnen waren drum herum, versorgten die neugierig Gewordenen mit Informationen, auch kam es während und nach der "Aufführung" zu Gesprächen.

Die Aktion war nicht angemeldet (da wir das auch als künstlerischen Ausdruck betrachteten), nur die Presse hatten wir informiert.

Wir zogen durch die Fußgängerzone in Reutlingen, machten ein paar Mal mittendrin Station, um das Stück aufzuführen und endeten mit der Aktion vor der Postbank, die in Reutlingen außerhalb der Fußgängerzone liegt und keinen riesengroßen Publikumsverkehr hat. Dennoch gab es einige ZuschauerInnen. Schließlich kam ein Angestellter der Post (oder Postbank - ist beides im gleichen Gebäude) heraus und fragte, wer hier der Verantwortliche sei. Wir antworteten etwas "Odysseus"-mäßig: "niemand" und  profaner: "die Deutsche Bank" (usw.). Leider ist uns erst im nachhinein eingefallen, dass wir auch (u.a.) hätten sagen können: "Josef Ackermann"... ;-)) Wir blieben jedenfalls höflich, ruhig und gelassen, und in gewisser Weise weiter schauspielernd (und augenzwinkernd) in unseren Rollen.
Schließlich zogen wir ab.

Die Aktion war nicht spektakulär, aber schon ein kleines Spektakel, das viel Spaß gemacht hat und war für uns alle eine erfolgreiche und gelungene Erfahrung. Wir wollen sie evtl. noch anderswo wiederholen...

Die Mischung aus akustisch-musikalisch Aufmerksamkeit erregen, diese dann auf eine kurze Szene lenken und die Neugier dann mit Flyern füttern, hat sich in unseren Augen sehr bewährt"

Bericht im Tagblatt

15.10.2011 - Aktionen anlässlich des Weltweiten Aktionstags

Am Samstag, den 15.10., lud Attac Reutlingen ab 14.30 Uhr zur Aktion „Krötenwanderung“ ein (Start: Bürgersteig Eberhardstraße vor der Postbank). Die Aktion war eingebettet in den Europaweiten Aktionstag. Im Anschluss an die Aktion folgte eine Demo zur Abschlusskundgebung „Wege aus der Schuldenkrise der öffentlichen Hand“ auf dem Marktplatz.

Der Redebeitrag zum Bankenwechsel, der von der Reutlinger Gruppe vor der Postbank gehalten wurde, ist hier zu finden.