Webinar der #isso-Reihe für einen Systemwandel in allen Lebensbereichen
Eine andere Welt bleibt möglich!
Das Weltsozialforum 2026 als Ort gelebter Solidarität und zur Bündelung der Kräfte der internationalen Zivilgesellschaft zur Entwicklung gemeinsamer Strategien gegen Umweltzerstörung, Autoritarismus und soziale Ungleichheit für gerechte Regierungsführung auf Grundlage von Frieden und sozialem Zusammenhalt
Wir erleben derzeit eine Häufung globaler Krisen – vom Klimawandel über wachsende soziale Ungleichheit bis hin zu geopolitischen Konflikten und dem Erstarken nationalistischer Bewegungen. Diese Entwicklungen stellen die internationale Zivilgesellschaft vor eine doppelte Herausforderung: Einerseits sind globale Allianzen und gemeinsames Handeln wichtiger denn je. Andererseits werden genau diese Strukturen der transnationalen Solidarität durch Nationalismus und geopolitische Konflikte geschwächt.
In dieser Situation bietet das Weltsozialforum (WSF) einen einzigartigen Rahmen: Ursprünglich als zivilgesellschaftliches Gegenforum zum Weltwirtschaftsforum in Davos versammelt es seit 2001 progressive Bewegungen, NGOs, Gewerkschaften und soziale Organisationen aus aller Welt mit dem Ziel, gemeinsam Alternativen zum herrschenden Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell zu entwickeln. Das WSF ist kein Gipfeltreffen von Regierungen, sondern ein offener Raum für Austausch, Vernetzung und Strategieentwicklung von unten.
Das WSF 2026 findet vom 4. bis 8. August in Cotonou, Benin, statt – organisiert vom Westafrikanischen Bündnis der Kämpfe für Land, Wasser und bäuerliches Saatgut (CGLTE-OA). Mit bis zu 50.000 erwarteten Teilnehmenden aus Basisbewegungen, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft weltweit ist es ein bedeutendes Ereignis der globalen Gerechtigkeitsbewegung.
Nach einem kurzen Input zum Weltsozialforum kommen wir ins Gespräch mit Dr. Boniface Mabanza über die heutige Relevanz des Weltsozialforums und dessen Potentiale angesichts globaler Krisen und Kriege zur Überwindung kolonial gewachsener Machtstrukturen.
Dr. Boniface Mabanza ist Literaturwissenschaftler, Philosoph und Theologe sowie Referent für Handelsthemen bei der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA)