Natur und Umwelt

Foto: Christoph Hedtke (CC BY-NC-SA 2.0)

Drängende Fragen der Ökologie und der Energieversorgung rücken ins Zentrum politischer Auseinandersetzungen. Da sind die unbeherrschbaren Folgen der Atomindustrie und die schleichenden Katastrophen durch Kohle, Öl und Gas, da sind die weltweit zunehmenden Kämpfe um Klimagerechtigkeit und Energiedemokratie, gegen Ausbeutung von Bodenschätzen, Ausverkauf von Ackerflächen und Spekulation mit Nahrungsmitteln, da ist die Suche nach Wegen zu einem "guten Leben für alle".

Ökologie und globale Gerechtigkeit

Es sitzen nicht "alle in einem Boot", wie ein konventioneller Nachhaltigkeitsbegriff glauben machen will. Sondern es sind konkrete Interessen und Machtkonstellationen innerhalb eines kapitalistischen Wirtschaftssystems, das auf Konkurrenz und Expansion ausgerichtet ist – und das zur Ausbeutung von Menschen und Natur, zu rassistischer Abschottung und zum Skandal des Hungers führt. Wer profitiert, wer reinvestiert und wächst? Wer leidet und wird "überflüssig"? Wer kann sich welche Umwelt, Nahrung, Energie, Wohnung oder Mobilität leisten? Ökologie ist ein Thema wirtschaftlicher Macht und sozialer Gerechtigkeit.

Attac setzt sich ein
  • für Klima- und Ressourcengerechtigkeit gegenüber dem globalen Süden, für Flüchtlingsrechte und gegen Rassismus,
  • für eine soziale, ökologische und demokratisch kontrollierte Energiewende,
  • für die Durchsetzung globaler sozialer Rechte in der Umweltpolitik, gegen ihre Profitorientierung ("Finanzialisierung der Natur"),
  • für Alternativen zum derzeitigen Konkurrenz- und Wachstumsmodell der Wirtschaft, für eine sozialökologische Transformation.

Attac-Arbeitskontexte zur politischen Ökologie

  • Die bundesweite Attac-AG "Energie, Klima, Umwelt" ist in Bündnissen der Klimagerechtigkeits-, Anti-Atom- und Anti-Kohle-Bewegung sowie der Bewegung für solidarische Mobilität vernetzt. Beispiele für Aktivitäten der AG sind Proteste gegen die herrschende Klimapolitik, Mit-Organisation der McPlanet-Kongresse, Aktionen und Kampagnen gegen die Castortransporte und für den sofortigen Atomausstieg. Wir beteiligen uns an Klimacamps und Anti-Kohle-Protesten, in kommunalen Klimabündnissen und Energiedemokratie-Initiativen (z.B. in Hamburg und Berlin).
  • Die bundesweite AG Jenseits des Wachstums beschreibt Grenzen des Wachstums und entwirft Modelle einer solidarischen Postwachstumsökonomie.
  • Die bundesweite AG Welthandel und WTO engagiert sich für eine gerechte Weltwirtschaft, gegen Nahrungsmittelspekulationen und Ressourcenausbeutung.