Ausstieg aus Initiative zur Schließung von Steueroasen

Bundesweiter Ratschlag kritisiert Bush

Gestern ist in Hamburg der vierte bundesweite Ratschlag von Attac Deutschland mit der Verabschiedung einer Resolution zu Ende gegangen. Die TeilnehmerInnen kritisierten den Ausstieg der Bush-Administration aus der OECD-Initiative zur Schließung von Steueroasen. Attac fordert die Bundesregierung auf, Druck auf die USA auszuüben, die Initiative weiterhin zu unterstützen. Sollten die Vereinigten Staaten bei ihrem Ausstieg bleiben, soll sich die Bundesregierung für eine konsequente Anti-Steueroasenpolitik der EU im Alleingang einsetzen. Dieser Forderung wird Attac Deutschland mit weiteren Aktionen gegen den Skandal von weltweit über 60 Steueroasen Nachdruck verleihen.

Einladung zur Berichterstattung

Heute wird Attac um 15.00 Uhr Hamburgs erste Steueroase auf der Aussenalster eröffnen. Eine schwimmende Palmeninsel wird, umringt von mehreren Tretbooten, für einige Stunden auf dem Wasser treiben. Ziel der in Schlips und Anzug gekleideten TretbootfahrerInnen wird es sein, ihre prall gefüllten schwarzen Koffer vor dem Fiskus in Sicherheit zu bringen. Auf der Insel sind fleissige Banker damit beschäftigt, das Geld ordnungsgemäß zu waschen. Am Ufer verteilen AktivistInnenFlugblätter an die staunenden AlsterspaziergängerInnen. Stattfinden wird diese Aktion an dem Anleger zwischen der Krugkoppelbrücke und dem Kleinen Fährhaus (KliF).

Bei Rückfragen: Felix Kolb (Pressesprecher): 0178 / 35 94 212, eMail: f.kolb@attac-netzwerk.de Attac ist eine internationale Bewegung, die bisher in 26 Ländern aktiv ist. Attac wendet sich gegen die neoliberale Globalisierung und arbeitet für eine solidarische Politik. Zu den Trägern von Attac Deutschland gehören über 60 Organisationen und viele Einzelpersonen.