Attac kämpft auch in Deutschland gegen zügellose Globalisierung

Attac-Bewegung zieht weltweit immer weitere Kreise

Die Attac-Bewegung (Association for the Taxation of Financial Transactions for the Aid of Citizens) wurde 1998 auf Initiative der französischen Zeitung "Le Monde Diplomatique" gegründet. Seitdem breitet sich die internationale Attac-Bewegung rasch aus. Heute ist Attac bereits in 30 afrikanischen, europäischen und lateinamerikanischen Ländern aktiv. Allein in den letzten Wochen kamen in drei skandinavischen Ländern neue Attac-Zweige hinzu. Attac entwickelt sich damit zu einem immer stärkeren internationalen Netzwerk globalisierungskritischer Initiativen und Bewegungen. Auch in Deutschland ist Attac aktiv und erfreut sich eines stetigen Zulaufs an Mitgliedern und Regionalgruppen.

Nach Ansicht von Attac ist Globalisierung kein unaufhaltsamer Prozess zum Wohle aller Menschen, sondern ein politisches Programm mit wenigen Gewinnern und vielen Verlierern. Globalisierung wird auf Druck transnationaler Konzerne und Kapitaleignern vor allem von den Regierungen westlicher Industriestaaten vorangetrieben. Eine wichtige Rolle spielen dabei die von ihnen dominierten internationalen Organisationen wie IWF, Weltbank und WTO. "Attac will Menschen Mut machen, sich dieser Machart der Globalisierung zu widersetzen und durch Selbstorganisation politische Gegenmacht zu entwickeln", erklärt Felix Kolb von Attac. Attac in Deutschland fordert daher u.a. die Einführung einer Steuer auf internationale Devisentransaktionen ("Tobin-Tax"), die Schließung von Steueroasen und keine Umstellung der Alterssicherung auf eine kapitalgedeckte Rente.

In Deutschland wurde Attac im letzten Jahr gegründet. Über 80 Organisationen und viele prominente Einzelpersonen haben die "Erklärung für eine demokratische Kontrolle der internationalen Finanzmärkte" bislang unterschrieben. Zu den UnterzeichnerInnen gehören der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), die Gewerkschaften ÖTV und HBV sowie viele Initiativen aus dem entwicklungspolitischen und kirchlichen Bereich wie z.B. WEED, BLUE 21, Kairos Europa und Pax Christi. Diesjähriger Höhepunkt der Aktivitäten wird der bundesweite Kongress "Eine andere Welt ist möglich" sein, der vom 12. bis zum 14.10.2001 in Berlin stattfinden soll.

Für Rückfragen über die internationale Attac-Bewegung wenden Sie sich bitte an Felix Kolb unter 0171 / 46 49 439.