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Aktionsideen: mittlerer Aufwand

Aktionsideen für Gruppen mit mittlerem Aufwand.


Platzverschwendung mit „Gehzeugen“ skandalisieren

Die Straßenverkehrsordnung macht‘s möglich: Führen Fußgänger einen Gegenstand mit sich, der zu breit für den Gehweg sind, müssen (!) sie stattdessen die Fahrbahn benutzen. Diese Aktion macht sich dies auf subversive Weise zunutze: Ihr schnallt Euch ein selbstgebautes Holzgestell in Autogröße um die Schultern und dürft damit ganz legal auf der Straße gehen. Damit zeigt ihr den absurden Platzverbrauch des motorisierten Individualverkehrs auf sehr anschauliche Art. Ganz nebenbei verzögert ihr den Autoverkehr um Euch herum recht effektiv. ;-)

So wird’s gemacht:

Im Attac-Bundesbüro haben wir Bausätze für Gehzeuge aus leichten Bambusrohren und Schüren, die wir Euch gern per Post zuschicken. Meldet Euch dafür bei aktionen@attac.de! Alternativ findet ihr z.B. hier eine gute Anleitung zum Selbstbauen. Danach geht’s ab auf die Straße! Packt auf jeden Fall Info-Material (Aktionsflyer s. Seitenleiste) ein – viele Passant*innen werden sich fragen, was es mit Eurer Aktion auf sich hat. Ebenso kann es nicht schaden, sich den konkreten Paragraphen der StVO (§25 Abs. 2) zu merken, um unwissende Polizist*innen über den legalen Rahmen Eurer Aktion aufzuklären.

Eine Option zum Ausbauen der Aktion: Ihr könnt auch einen Demozug aus mehreren Gehzeugen gestalten (vorher anmelden!), um den Platzverbrauch noch deutlicher zu visualisieren.

Das braucht ihr:

Bastel-Geschick, Gehzeug und Aktionsflyer (s. Seitenleiste).

"Gehzeug"-Aktionsflyer herunterladen!

Der Aktionsflyer ist super zum Verteilen an Passant*innen geeignet, wenn ihr eine "Gehzeug"-Aktion durchführt. PDF herunterladen, mit den Einstellungen "2 Blätter pro Seite, doppelseitig" ausdrucken - fertig!

PDF hier herunterladen!


Straßenaktionstag

Warum einen Großteil der Fläche für Fahrzeuge verschwenden, wenn es doch so viel schöner geht? Zusammen können die Straßen in den Innenstädten (vorübergehend) auch in verkehrsberuhigte bzw. autofreie Zonen umgewandelt werden. Mit dieser Aktion wagt ihr, zu träumen: Wofür könnten wir all den Platz für Autos nutzen, wenn es keine bzw. weniger Autos gäbe? Ihr erobert euch die Innenstadt ganz praktisch zurück und verwandelt sie in Orte zum Verweilen, Erholen, Zusammenkommen, Spielen und Experimentieren – anstelle von Staus, langen Ampelwartezeiten, Lärm, Abgasen.

So wird’s gemacht:

Sucht euch einen Ort aus, der bisher dem Klimakiller Auto gewidmet ist – eine Hauptverkehrsstraße, einen großen Parkplatz o. Ä. – und überlegt euch, in was ihr diese Fläche verwandeln wollt. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – auch wenn der Bezug zur sozial-ökologischen Verkehrswende gegeben sein bzw. als Klammer fungieren sollte. Macht zum Beispiel eine grüne Oase draus mit Rollrasen, Kübelpflanzen, Planschbecken und Sofas und verlegt euer Büro dorthin. Baut ein „Straßencafé“ inklusive Kaffee und Kuchen als Nachbarschaftstreff auf. Oder organisiert eine Spielwiese für Kinder, eine Yoga-Stunde oder einen Zero-Waste-Workshop. Besorgt das Material, das ihr für die Umnutzung benötigt und meldet eine entsprechende Versammlung an, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.
Dann geht’s los: Markiert die Umnutzung entsprechend mit Kreide (oder mit Schildern: „Hier könnte ein xxx sein“; z.B. „Spielplatz“, „Park“, etc.) und setzt sie dann in die Tat um. Ladet Passant*innen ein, sich anzuschließen und macht ein Angebot, bei dem sie aktiv teilnehmen können. Um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, könnt ihr sie auf dem Parkplatz (mit Kreide) oder einem Plakat weitere Vorschläge zur Umnutzung sammeln lassen.

Für diese Aktion gibt’s übrigens einen eigenen Tag: Am „Parking Day“, in der Regel jeden dritten Freitag im September, werden überall auf der Welt zahllose Parkplätze umgewidmet. Schließt Euch dem an!

Das braucht ihr:

Sprüh- bzw. Malkreide, Materialien zur praktischen Umnutzung (Rollrasen, Pflanzen, Tische & Stühle, Essen & Getränke, etc.), Flyer. Optional: Schilder/Sticker „Hier könnte ein xxx sein“, Flipchart & Stifte.