Jetzt was machen!

 
Die Stromkonzernkampagne zielt bisher auf die vier großen Konzerne ab, mit der zentralen Forderung der Zerlegung in kleine, demokratisch kontrollierbare Einheiten. Vielerorts treten RWE, Eon, EnBW und Vattenfall aber gar nicht (oder nur indirekt) in Erscheinung. Wer im Rahmen der Kampagne lokal agieren will, sieht sich überall mit unterschiedlichen Situationen konfrontiert. Mal geht es um den Teilverkauf des Regionalversorgers oder der Stadtwerke an einen Konzern, an anderer Stelle sind besonders viele Kunden von Abklemmungen betroffen oder es eröffnet sich eine Möglichkeit, vom lokalen Versorger den Einstieg in die Stromversorgung mit erneuerbaren Energien zu fordern.

In jeder Kommune kann es Ansätze geben, im Rahmen der Kampagne – für eine soziale, ökologische und demokratisch kontrollierte Stromerzeugung – aktiv zu werden. Der Fragebogen in der Rubrik Gegebenheiten soll eine Hilfe sein, um Handlungsmöglichkeiten zu erkennen. Schon die Untersuchung selbst kann Teil eines Konzepts werden, wenn z. B. Auskünfte vom Versorgungsunternehmen verlangt werden und sich dessen Entscheider nun beobachtet fühlen.

Veränderungen brauchen Zeit, und nur selten gelingt es, eine Verwaltung z. B. durch Bürgerentscheid zu etwas zu zwingen. Eine Voraussetzung ist immer die kritische Öffentlichkeit – und die kann auf viele Arten geschaffen werden. Ein Hinweis auf die neue spritsaufende Fahrzeugflotte des Stadtwerke-Vorstands kann da genauso wirkungsvoll sein, wie Veranstaltungen zum Klimawandel in der Volkshochschule, mehr dazu unter Aktionsideen und Aktionen planen.