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Endlich für mehr Personal in den Kliniken sorgen!

Attac unterstützt Appell an Hamburger Senat und Klinikbetreiber

Aus Anlass der skandalösen Entlassung einer Pflegerin der Hamburger Asklepios-Klinik St. Georg, die sich kritisch über die Pflegesituation in deutschen Krankenhäusern geäußert hat, fordert Attac erneut unverzügliche Maßnahmen zur Verbesserung der Pflege in deutschen Kliniken: Bundesweit müssen schnell mindestens 50.000 Vollzeitstellen geschaffen werden. Pflegekräfte müssen 500 Euro mehr Gehalt im Monat erhalten, um auf Dauer gute Arbeit leisten zu können und Aussteiger*innen zur Rückkehr in den Beruf zu motivieren. 

Eine Pflegefachkraft in der Hamburger Asklepios-Klinik St. Georg, Romana Knezevic, hatte im NDR berichtet, dass man auf den Intensivstationen "am Limit angelangt" sei. Es müsse "teilweise" mit "einem Betreuungsschlüssel von eins zu fünf" gearbeitet werden, normal wären eins zu zwei oder eins zu eins. Knezevic, die auch Sprecherin der Hamburger Krankenhausbewegung, eines Zusammenschlusses von Pflegekräften ist, kritisierte zudem den Mangel an Reinigungspersonal. Auch dieser Bereich sei "kaputtgespart“ worden. Pflegekräfte müssten daher auch diese Aufgaben übernehmen. Selbst eine angemessene Sterbebegleitung sei nicht immer gesichert. Die Klinikleitung widersprach dem Bericht und kündigte Romana Knezevic.
 
Attac unterstützt den Appell "Hört auf die Beschäftigten!" an den Hamburger Senat und die Klinikbetreiber, mit dem zahlreiche Prominente, Verbände und Initiativen, darunter der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (vdää) Hamburg, gegen diesen empörenden Vorgang protestieren.  

"Corona zeigt, wie das Gesundheitswesen in diesem Land systematisch kaputt gespart wird. Es ist skandalös, wenn diejenigen, die das am eigenen Leib erfahren und anprangern, dafür bestraft werden, anstatt endlich für gute Bedingungen in den Kliniken zu sorgen“, sagt Karl Kneisner, aktiv in der Arbeitsgruppe Gesundheit von Attac Hamburg.

Unter dem Motto "Gesundheit ist keine Ware" fordert Attac seit langem, die Fallpauschalen durch eine bedarfsgerechte und kostendeckende Finanzierung zu ersetzen. Nur so ist eine ausreichende  Personalbemessung möglich. Krankenhäuser dürfen keine Gewinne machen und sollen möglichst in öffentlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft sein. Krankenhäuser dürfen nicht geschlossen werden, nur weil sie "unwirtschaftlich" sind. Zur flächendeckenden Versorgung sind Kliniken auf dem Land zu erhalten. 

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Endlich für mehr Personal in den Kliniken sorgen!

Attac unterstützt Appell an Hamburger Senat und Klinikbetreiber

Aus Anlass der skandalösen Entlassung einer Pflegerin der Hamburger Asklepios-Klinik St. Georg, die sich kritisch über die Pflegesituation in deutschen Krankenhäusern geäußert hat, fordert Attac erneut unverzügliche Maßnahmen zur Verbesserung der Pflege in deutschen Kliniken: Bundesweit müssen schnell mindestens 50.000 Vollzeitstellen geschaffen werden. Pflegekräfte müssen 500 Euro mehr Gehalt im Monat erhalten, um auf Dauer gute Arbeit leisten zu können und Aussteiger*innen zur Rückkehr in den Beruf zu motivieren. 

Eine Pflegefachkraft in der Hamburger Asklepios-Klinik St. Georg, Romana Knezevic, hatte im NDR berichtet, dass man auf den Intensivstationen "am Limit angelangt" sei. Es müsse "teilweise" mit "einem Betreuungsschlüssel von eins zu fünf" gearbeitet werden, normal wären eins zu zwei oder eins zu eins. Knezevic, die auch Sprecherin der Hamburger Krankenhausbewegung, eines Zusammenschlusses von Pflegekräften ist, kritisierte zudem den Mangel an Reinigungspersonal. Auch dieser Bereich sei "kaputtgespart“ worden. Pflegekräfte müssten daher auch diese Aufgaben übernehmen. Selbst eine angemessene Sterbebegleitung sei nicht immer gesichert. Die Klinikleitung widersprach dem Bericht und kündigte Romana Knezevic.
 
Attac unterstützt den Appell "Hört auf die Beschäftigten!" an den Hamburger Senat und die Klinikbetreiber, mit dem zahlreiche Prominente, Verbände und Initiativen, darunter der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (vdää) Hamburg, gegen diesen empörenden Vorgang protestieren.  

"Corona zeigt, wie das Gesundheitswesen in diesem Land systematisch kaputt gespart wird. Es ist skandalös, wenn diejenigen, die das am eigenen Leib erfahren und anprangern, dafür bestraft werden, anstatt endlich für gute Bedingungen in den Kliniken zu sorgen“, sagt Karl Kneisner, aktiv in der Arbeitsgruppe Gesundheit von Attac Hamburg.

Unter dem Motto "Gesundheit ist keine Ware" fordert Attac seit langem, die Fallpauschalen durch eine bedarfsgerechte und kostendeckende Finanzierung zu ersetzen. Nur so ist eine ausreichende  Personalbemessung möglich. Krankenhäuser dürfen keine Gewinne machen und sollen möglichst in öffentlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft sein. Krankenhäuser dürfen nicht geschlossen werden, nur weil sie "unwirtschaftlich" sind. Zur flächendeckenden Versorgung sind Kliniken auf dem Land zu erhalten.