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"Soforthilfen jetzt!": Bündnis-Appell unterzeichnen

Die Corona-Pandemie trifft arme Menschen besonders hart

Attac unterstützt in einer breiten Allianz von mehr als 40 Sozialverbänden, Organisationen und Gewerkschaften den Appell “Corona trifft Arme extra hart - Soforthilfen jetzt!”. Die Allianz ruft Bürger*innen auf, mit ihrer Unterschrift unter den Appell politisch Druck zu machen, damit die Ärmsten - ob arme Alte, Pflegebedürftige oder Kinder, Arbeitslose, Geflüchtete oder Erwerbsgeminderte - in der Corona-Krise nicht auf der Strecke bleiben. Der Appell ist innerhalb von drei Tagen schon von mehr als 120.000 Menschen unterschrieben worden. 

Der derzeitige Umgang mit der Corona-Pandemie trifft weltweit die Ärmsten besonders hart: Hunger, Krankheiten und tödliche Fluchtrouten im globalen Süden, hier im Norden fehlende Krankenpfleger*innen, unbezahlbare Mieten, Obdachlosigkeit und eine wachsende Armut von Menschen wegen Kurzarbeit, der Schließung von kleinen Geschäften, Kulturbetrieben und Gastronomie. Dazu kommt eine schon in "normalen Zeiten" äußerst unzureichende Grundsicherung. Angesichts dieser Situation ist der von der großen Koalition in Aussicht gestellte Einmalzuschlag für arme Menschen in Höhe von 150 Euro, der obendrein erst im Mai ausgezahlt werden soll, nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die Allianz fordert stattdessen:

  • eine bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro für alle Menschen, die auf existenzsichernde Leistungen wie etwa Hartz IV angewiesen sind. Denn schon vor Corona fehlte es an Geld für eine ausgewogene, gesunde Ernährung und ein Mindestmaß an sozialer, politischer und kultureller Teilhabe; 
     
  • für die Dauer der Krise einen pauschaler Mehrbedarfszuschlag in der Grundsicherung von 100 Euro pro Kopf und Monat, da durch Corona  zusätzlicher Bedarf entsteht; 
     
  •  für die Dauer der Krise ein Verbot von Zwangsräumungen und die Aussetzung von Kreditrückzahlungen, um einkommensarme Menschen vor Corona-bedingtem Wohnungsverlust und Existenznot zu schützen.

Die Not von so vielen Menschen ist ein Skandal angesichts des wachsenden Reichtums von einigen wenigen: 162 Multimilliardäre besitzen inzwischen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, wie der Oxfam-Bericht "Das Ungleichheitsvirus" verdeutlicht. Attac fordert unter dem Motto "Was wirklich wichtig ist" daher die Finanzierung aller Corona-Krisenprogramme zu Lasten der Vermögenden und zusätzlich eine Übergewinnsteuer für Krisengewinnler wie Amazon. 

Attac ruft dazu auf, den Appell im Kolleg*innen- und Bekanntenkreis oder über Social Media zu bewerben. Attac-Aktive werden die Forderungen in den kommenden Wochen weiter in die Öffentlichkeit tragen, insbesondere anlässlich der Bundestagsdebatte über das sogenannte Sozialschutz-Paket III der großen Koalition am 26. Februar.  
Am Housing Action Day am 27. März werden sich Attac-Aktive für die dezentrale Unterbringung von Obdachlosen und Geflüchteten sowie bezahlbaren Wohnraum für alle und ein Ende des Mietenwahnsinns engagieren.

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"Soforthilfen jetzt!": Bündnis-Appell unterzeichnen

Die Corona-Pandemie trifft arme Menschen besonders hart

Attac unterstützt in einer breiten Allianz von mehr als 40 Sozialverbänden, Organisationen und Gewerkschaften den Appell “Corona trifft Arme extra hart - Soforthilfen jetzt!”. Die Allianz ruft Bürger*innen auf, mit ihrer Unterschrift unter den Appell politisch Druck zu machen, damit die Ärmsten - ob arme Alte, Pflegebedürftige oder Kinder, Arbeitslose, Geflüchtete oder Erwerbsgeminderte - in der Corona-Krise nicht auf der Strecke bleiben. Der Appell ist innerhalb von drei Tagen schon von mehr als 120.000 Menschen unterschrieben worden. 

Der derzeitige Umgang mit der Corona-Pandemie trifft weltweit die Ärmsten besonders hart: Hunger, Krankheiten und tödliche Fluchtrouten im globalen Süden, hier im Norden fehlende Krankenpfleger*innen, unbezahlbare Mieten, Obdachlosigkeit und eine wachsende Armut von Menschen wegen Kurzarbeit, der Schließung von kleinen Geschäften, Kulturbetrieben und Gastronomie. Dazu kommt eine schon in "normalen Zeiten" äußerst unzureichende Grundsicherung. Angesichts dieser Situation ist der von der großen Koalition in Aussicht gestellte Einmalzuschlag für arme Menschen in Höhe von 150 Euro, der obendrein erst im Mai ausgezahlt werden soll, nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die Allianz fordert stattdessen:

  • eine bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro für alle Menschen, die auf existenzsichernde Leistungen wie etwa Hartz IV angewiesen sind. Denn schon vor Corona fehlte es an Geld für eine ausgewogene, gesunde Ernährung und ein Mindestmaß an sozialer, politischer und kultureller Teilhabe; 
     
  • für die Dauer der Krise einen pauschaler Mehrbedarfszuschlag in der Grundsicherung von 100 Euro pro Kopf und Monat, da durch Corona  zusätzlicher Bedarf entsteht; 
     
  •  für die Dauer der Krise ein Verbot von Zwangsräumungen und die Aussetzung von Kreditrückzahlungen, um einkommensarme Menschen vor Corona-bedingtem Wohnungsverlust und Existenznot zu schützen.

Die Not von so vielen Menschen ist ein Skandal angesichts des wachsenden Reichtums von einigen wenigen: 162 Multimilliardäre besitzen inzwischen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, wie der Oxfam-Bericht "Das Ungleichheitsvirus" verdeutlicht. Attac fordert unter dem Motto "Was wirklich wichtig ist" daher die Finanzierung aller Corona-Krisenprogramme zu Lasten der Vermögenden und zusätzlich eine Übergewinnsteuer für Krisengewinnler wie Amazon. 

Attac ruft dazu auf, den Appell im Kolleg*innen- und Bekanntenkreis oder über Social Media zu bewerben. Attac-Aktive werden die Forderungen in den kommenden Wochen weiter in die Öffentlichkeit tragen, insbesondere anlässlich der Bundestagsdebatte über das sogenannte Sozialschutz-Paket III der großen Koalition am 26. Februar.  
Am Housing Action Day am 27. März werden sich Attac-Aktive für die dezentrale Unterbringung von Obdachlosen und Geflüchteten sowie bezahlbaren Wohnraum für alle und ein Ende des Mietenwahnsinns engagieren.