Für ein Ende sexualisierter Gewalt, in Kriegsgebieten und überall!

Am 8. März rufen Menschen weltweit dazu auf, die Errungenschaften von Frauen zu feiern, aber zugleich die noch immer bestehenden Ungerechtigkeiten sichtbar zu machen und gleiche Rechte zu fordern. In diesem Jahr steht der Internationale Frauentag unter einem besonders drängenden Zeichen: In massiven militärischen Konflikten in vielen Teilen der Welt wird sexualisierte Gewalt gegen Frauen regelmäßig als Kriegswaffe eingesetzt; der Kampf um ihre Körper zu einem eigenen Schlachtfeld. In Iran wurden vielen Familien die Körper ihrer vom Regime getöteten Mütter, Frauen, Schwester und Töchter nicht zur Bestattung überführt. Zu brutal waren sie vor ihrem Tod zugerichtet worden, als dass das Regime es offensichtlich machen wollte. Gleichzeitig werden diese toten Frauen auch von der Gegenseite noch benutzt – zur Rechtfertigung des Bruchs des Völkerrechts. Das Recht für Frauen wird so zu einem reinen Vorwand für Gewalt.
Wir fordern ein Ende dieser Aggression, die sofortige Untersuchung aller Kriegsverbrechen – insbesondere sexualisierter Gewalt – und solidarische Unterstützung für die mutigen Frauen in Iran, in Rojava und anderswo, die für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen. Frieden, Menschenrechte und echte Gleichstellung gehen Hand in Hand.
Aber auch ohne Krieg ist die alltägliche Gewalt gegen FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans- und agender Personen sowie Menschen, die sich in keiner der Kategorien wiederfinden) ein globales Problem. Zwangsheirat, Ehrenmorde, gewaltsame Übergriffe, Genitalverstümmelung und Femizide bilden nur die Spitze des Eisbergs. Auch in Deutschland nimmt – getrieben u.a. vom rechten Antifeminismus – Gewalt gegen Frauen ständig zu. Es gibt zwar noch keine offizielle Statistik für 2025, aber zivile Erhebungen zeichnen bereits ein alarmierendes Bild: fast täglich ein Femizid in Deutschland.
Alle Kriege fügen sich in dieses Muster ein: Militärische Konflikte erhöhen das Risiko von Sexualgewalt, zerstören Infrastruktur für Frauengesundheit und erschweren den Zugang zu Bildung und Rechtsbeistand.
Zum diesjährigen feministischen Kampftag fordern wir:
- friedenspolitische Bemühungen der Bundesregierung zur Beendigung des Kriegs in Iran
- die Bereitstellung finanzieller Mittel für zivile Frauen Hilfsorganisationen in Iran und in anderen Krisenregionen
- Aufnahme geflüchteter FLINTA* aus Iran und anderen Kriegsgebieten in Deutschland
Lasst uns diesen Tag nutzen, um nicht nur zu feiern, sondern aktiv für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten!