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Verkehrsminister Schnieder endlich konsequent

9-Euro-Ticket kommt wieder / Attac begrüßt Kurswechsel hin zu Bus und Bahn

Attac begrüßt den Kurswechsel von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder weg vom Auto hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Nachdem Schnieder vergangene Woche bereits den Zustand der Deutschen Bahn als “demokratiegefährdend” bezeichnet und gleichzeitig Pendler*innen wegen der erhöhten Spritpreise den Umstieg auf das Deutschland-Ticket nahegelegt hatte, ist er heute noch einen Schritt weitergegangen.

Vor ausgewählten Verkehrsexpert*innen erklärte er, die Bahn werde ab sofort enger getaktete Regionalzüge einsetzen, um möglichst vielen Berufstätigen den Umstieg auf die Bahn zu ermöglichen und damit das Vertrauen in das bewährte Verkehrsmittel wiederherzustellen. Damit widerspricht Schnieder Planungen der Deutschen Bahn, wegen Schienenengpässen Regionalzüge gegenüber dem lukrativeren Fernverkehr einzuschränken.

Zum anderen soll das Deutschland-Ticket ab Mai dieses Jahres wie zu Beginn nur noch neun Euro kosten, um auch ärmeren Menschen freie Mobilität zu gewährleisten. Die Preissenkung wird möglich durch die sofortige Streichung des Dienstwagen- und Dieselprivilegs sowie die Besteuerung von Kerosin bei Flugreisen.

Attac-Verkehrsexperte Achim Heier: “Wir sind beeindruckt. Wer hätte gedacht, dass diese Bundesregierung tatsächlich zu einer konsequenten klima- und sozial gerechten Mobilitätspolitik bereit ist. Und das auch noch von einem CDU-Minister. Hut ab, Patrick Schnieder.”