25 Jahre Tschernobyl - AKWs endlich abschalten!

Großproteste an 12 Atom-Standorten und auf 11 Rheinbrücken

An den Großaktionen am Tschernobyl-Tag haben bundesweit mehr als 120.000 Menschen an 12 Atomstandorten teilgenommen: An den AKW Biblis und Grafenrheinfeld protestierten jeweils 15.000 Menschen, in Krümmel 17.000, in Gundremmingen 10.000, in Grohnde 20.000, in Brunsbüttel 6.000, in Neckarwestheim 8.000, in Esenshamm 5.200, in Philippsburg 3.000. An den Atommüll-Standorten im Braunschweiger Land demonstrierten 11.000, in Gronau/Ahaus 10.000, in Lubmin 2.000. Zusätzlich waren weitere 25.000 Menschen bei internationalen Aktionen in Cattenom und Fessenheim auf der Straße. An vielen Atomanlagen war dies die größte Demonstration in der Geschichte der Antiatombewegung.

25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl und sechs Wochen nach Fukshima brachte die Anti-AKW-Bewegung den Konflikt um die Atomkraft direkt an 12 Atom-Standorte. Mit den Protesten wurde ein deutliches Signal an die Landesregierungen gesendet. Denn diese können mit hohen Sicherheitsanforderungen einzelne Meiler stilllegen. Wenn Miite Juni die von der Bundesregierung beschlossene vorübergehende dreimonatige Stilllegung der sechs ältesten Atomkraftwerke ausläuft, können so bereits Tatsachen geschaffen sein. Dafür muss der politische Druck für einen echten Atomausstieg von der Straße groß genug werden: AKWs endlich abschalten!

Außerdem organisierte die grenzüberschreitende Anti-AKW-Bewegung am 25. April im Elsass, in der Nordschweiz und in Südbaden ebenfalls Demos auf 11 Rheinbrücken, um gegen den skandalösen Betrieb des Schrottreaktors in Fessenheim zu protestieren.

Übersicht – Proteste an 12 Atom-Standorten


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