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Keine Rodung im Dannenröder Forst – Keine A49!

Im Dannenröder Forst in Nordhessen ist ein bunter Mischwald in der Gefahr, von der schwarz-grünen Landesregierung gerodet zu werden: Trotz Klimakrise soll eine Autobahn – die A49 – mitten durch den Wald gebaut werden. Um dies zu verhindern, organisieren sich immer mehr Menschen in den unterschiedlichsten Initiativen, überwiegend lokal, teilweise auch bundesweit. So gibt es eine Waldbesetzung, die Bürger*inneninititative "Keine A49", das Soli-Bündnis "Wald statt Asphalt" und das brandneue Aktionsbündnis "Autokorrektur", dem auch Attac als Teil von Sand im Getriebe angehört. All diese Akteure starten in enger Zusammenarbeit die Kampagne "Wald statt Asphalt" und rufen zu verschiedenen Aktionen auf. Schließt Euch an!

Protestaktionen – das ist geplant:

21. August 2020            Dezentraler Aktionstag & Kampagnenauftakt "Wald statt Asphalt"

u. a. 24 Stunden-Mahnwache vor dem Landtag in Wiesbaden (organisiert von Fridays for Future)


7. September 2020      Start einer Aktionswoche zum Dannenröder Forst

11. September 2020     Bundesweite Demo "Alle für den Danni", Wiesbaden


1. Oktober 2020           Beginn der Rodungssaison


jeden Sonntag, 14 Uhr  Waldspaziergang für Interessierte (Treffpunkt: Mahnwache am Dannenröder Forst)

Ihr plant, eine eigene Aktion zum Danni zu machen oder Euch bei etwas anzuschließen? Ihr habt Lust, Euch das Ganze mal bei einem Waldspaziergang anzusehen, vielleicht gemeinsam mit anderen Attac-Gruppen aus der Region? Dann meldet Euch bei einfach.umsteigen@attac.de!

Die Autobahn A49 soll Gießen und Kassel verbinden und westlich von der bereits bestehenden Verbindung durch die A5/A7 gebaut werden. Seit 40 Jahren gibt es Widerstand gegen dieses Projekt. Bürger*inneninitiativen wie die Schutzgemeinschaft Gleental e.V. weisen seit langem auf die untragbaren Auswirkungen für Umwelt und Menschen in der Region hin. Sie zeigen Mängel in der Planung auf und organisieren Proteste. Die Planung der Autobahn stammt noch aus einer Zeit, in der Kritik an der im Wesentlichen aufs Auto ausgerichteten Verkehrspolitik gesellschaftlich kaum durchdrang. Heute ist hingegen zunehmend gesellschaftlich anerkannt, dass immer mehr Straßen für den motorisierten Individualverkehr kein Modell für die Zukunft ist, sondern einen klimagerechte Mobilität für alle auf Fuß-, Fahrrad- und öffentliche Verkehre setzen muss.

Zwischen Stadtallendorf und Gemünden soll nun das nächste Teilstück der A49 quer durch ein FFH-Naturschutzgebiet und ein wichtiges Trinkwasserschutzgebiet gebaut und dafür rund 100 Hektar Mischwald gerodet werden. Im September 2019 haben Aktivist*innen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung den Wald besetzt und damit begonnen Bauhäuser zu bauen. In ihrer Erklärung zur Aktion schreiben sie: „Wir begrüßen ausdrücklich auch den teilweise jahrzehntelangen Widerstand und die Bemühungen der lokalen Bürgerinitiativen und Umweltverbände vom Aktionsbündnis “Keine A49”. Wir haben uns für diese Form des Widerstands entschieden, weil andere Protestformen (wie Demonstrationen, Petitionen, Klagen und Appelle an politische Entscheidungsträger*innen) den Ausbau der A49 bisher leider nicht aufhalten konnten und mit den Rodungen nun Fakten geschaffen werden sollen. Veränderung braucht mutiges und entschlossenes Handeln – deswegen besetzen wir!“

Parallel zu Waldbesetzung wurden auch andere Formen des Widerstandes gegen die A49 intensiviert. Seit Oktober 2019 finden regelmäßig Mahnwachen und Waldspaziergänge statt und das Soli-Bündnis „Keine A49“ wurde gegründet.

Ab dem 1. Oktober 2020 muss damit gerechnet werden, dass die Rodungsmaschinen anrücken: In den Waldstücken “Herrenwald” bei Stadtallendorf, dem “Gerichtswald” bei Dannenrod und dem “Maulbacher Wald” bei Maulbach. Aus diesem Grund haben sich verschiedene bundesweite Akteure wie Fridays for Future, Ende Gelände, Sand im Getriebe und Aktion Schlagloch zum Aktionsbündnis "Autokorrektur" zusammen geschlossen und auf einer Pressekonferenz am 7. August 2020 angekündigt, massive Proteste und vielfältigen Widerstand gegen die Rodung zu organisieren – im Rahmen einer Kampagne, die am 21. August mit einem dezentralen Aktionstag starten soll (s. o.).

Folgende Gruppen sind Teil der Bündnisse:

Aktionsbündnis "Keine A49!", Aktivist*innen aus dem Dannenröder Wald, Ende Gelände, Sand im Getriebe mit Attac, Extinction Rebellion Deutschland, Aktion Schlagloch, Danni Soli Gruppen in Berlin, Marburg und Leipzig sowie Ortsgruppen von Greenpeace und Fridays for Future.