SiG 133 - Worauf warten wir?

Klimastreiks und weitere Aktionen im Herbst - Klimagerechtigkeit - Menschenrechte gegen Multinationalen schützen - Konzernklagen stoppen - Strategische Orientierung von Attac Frankreich - Großbritannien - Brexit / Irland

SiG 133 (PDF-Datei)

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Vorwort

Worauf warten wir?“ - so der Titel eines Films von Marie-Monique Robin („Qu'est-ce qu'on attend?“, 2017), der Maßnahmen im Sinne einer sozial-ökologischen Transformation in einer Kleinstadt (Ungersheim) im Osten Frankreichs und die große Zufriedenheit der interviewten Menschen dokumentiert.

Millionen von Menschen sind in der Aktionswoche für das Klima (20.- 27. September) weltweit auf die Straße gegangen, vorwiegend junge Menschen, die die Schule bestreikt haben, auch Gewerkschaftsmitglieder. In Frankreich setzen sich viele Organisationen (u.a. Attac) für ein gemeinsames Vorgehen der Klimabewegung mit den sozialen Bewegungen und den Gewerkschaften ein;
Aktionen des zivilen Ungehorsams haben immer mehr Zuspruch.

Wie kann diese Klimakrise angegangen werden? Das Klimapaket der Bundesregierung ist dazu nicht geeignet, die versprochenen Finanzierungen finden nicht statt, das Militär ist ein großer Umweltzerstörer… Ein Kurswechsel ist dringend!

«Wir werden keine einfache, entspannte politische Debatte erleben, keine freundliche Diskussion unter Chorknaben. Es wird einen Kampf auf Leben und Tod geben. Denn es geht darum, die Grundlagen für das historische System der nächsten 500 Jahre zu legen», mahnte Wallerstein, der vor kurzem gestorben ist.

Alternativen zur Schaffung einer Klimagerechtigkeit werden entwickelt und debattiert, und das vielfältige Engagement geht weiter, auch in Hinblick auf die nächste Weltklimakonferenz im Dezember dieses Jahres.

In Quebec verbindet die Initiative „der Pakt“ individuelle Verpflichtungen mit eindringlichen Forderungen an die Politik.

Das Partnerschaftsabkommen zwischen dem Weltwirtschaftsforum (WEF) und den Vereinten Nationen stellt eine gefährliche Bedrohung für das UN-System dar“ erklären rund 300 Organisationen weltweit.
Die zunehmende, zerstörerische Herrschaft insb. von multinationalen Unternehmen ist Gegenstand von weltweiten Aktionstagen im Oktober.

Attac Frankreich hat im Frühjahr 2019 seine strategische Ausrichtung für die nächsten drei Jahre beschlossen.

Nick Deardon, Global Justice Now, beantwortet die Frage „Was ist von einem Premierminister Boris Johnson zu erwarten?“ negativ, einige Artikel befassen sich mit den Auseinandersetzungen um den „Brexit“.