Dann ändern wir die Regeln!

Das Spiel simuliert auf einfache Art eine ungleiche, ungerechte Verteilung innerhalb einer Gruppe. Es ist in zwei Phasen unterteilt: eine erste, bei der um Bonbons gewürfelt wird, und eine zweite, in der die Spielregeln diskutiert und geändert werden (können).

Die Chancen der Mitspieler_innen, sich Bonbons erwürfeln zu können, sind absichtlich sehr ungleichmäßig verteilt und wenige bekommen deutlich mehr als die meisten anderen. In der Regel ertragen vor allem Spieler_innen, die mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit Bonbons erhalten, nach wenigen Runden die Ungleichheit nicht mehr. Bevor der Unmut zu groß wird, sollte die erste Phase des Spiels abgebrochen werden. Hier ist die Sensibilität der Lehrkraft gefragt, den geeigneten Zeitpunkt zu erkennen.

Der Abbruch der ersten Phase (des Würfelspiels) ist in jedem Fall Ziel des Spiels. Er ist Voraussetzung, um mit der zweiten Phase beginnen zu können. Dies ist die Reflexion der Spielsituation und der augenblicklichen Regeln sowie der Erarbeitung neuer Spielregeln zur (gerechteren) Verteilung.

Das Spiel kann in zwei Schwierigkeitsstufen gespielt werden. Die einfachere Basisvariante eignet sich ab der 3. Klasse, die etwas schwerere Erweiterung ab der 5.

In Kooperation mit dem Humanistischen Landesverband Berlin-Brandenburg