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Verleihung des Jörg-Huffschmid-Preis 2026

Preisverleihung am 21. November in Berlin

Am 21. November verleihen Attac Deutschland, das Netzwerk Plurale Ökonomik und die Rosa-Luxemburg-Stiftung den Jörg-Huffschmid-Preis 2026. Zum achten Mal würdigen sie damit sowohl das wissenschaftliche Werk als auch das politische Engagement des Ökonomen.

Der Jörg-Huffschmid-Preis wurde zum Gedenken an einen Ökonomen geschaffen, dessen Wissen und gesellschaftliches Engagement in der gegenwärtigen Weltlage besonders schmerzlich vermisst wird. Im Jahr 2026 wird der Preis, der für herausragende Arbeiten auf dem Feld der Politischen Ökonomie ausgeschrieben ist, bereits zum achten Mal verliehen. Er soll insbesondere junge Wissenschaftler*innen ermutigen, kritische Forschung im Sinne des Wirkens dieses richtungsweisenden Wirtschaftswissenschaftlers zu betreiben.

Jörg Huffschmid, der im Dezember 2009 im Alter von 69 Jahren gestorben ist, verband in seinen Arbeiten scharfsinnige Analysen mit Kapitalismuskritik und politischer Vernunft. Als einer der Gründer der Arbeitsgruppe „Alternative Wirtschaftspolitik“ und der „EuroMemo Gruppe“ sowie in seinem Wirken im Wissenschaftlichen Beirat von Attac und der Rosa-Luxemburg-Stiftung war sein persönliches, politisches und wissenschaftliches Ziel eine sozial gerechte Gesellschaft – gegen die vermeintliche Alternativlosigkeit des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstreams.

Eingereicht werden konnten neben Dissertationen auch Magister-, Master-, Diplom- und Staatsexamensarbeiten in der Kategorie Abschlussarbeiten. Für Dissertationen ist eine Auszeichnung über 1.500 Euro und für Studienabschlussarbeiten ein Preisgeld über 500 Euro vorgesehen. Die Arbeiten sollten sich mit Themen aus dem weiten Feld der Politischen Ökonomie befassen, darunter insbesondere:

  • Politische Ökonomie eines grünen Sozialismus/einer sozial-ökologischen Transformation
  • Krise des deutschen Exportmodells und neuer „Rüstungskeynesianismus“
  • Politische Ökonomie der Vergesellschaftung und neue Planungsdebatte
  • Konzepte eines feministischen Infrastruktursozialismus und einer Care Economy
  • Politische Ökonomie der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz (KI)
  • Globalisierung oder Deglobalisierung?
  • Finanzialisierung und die Regulierung der Finanzmärkte

Die Preisverleihung wird am 21. November 2026 um 20 Uhr in Berlin im Rahmen der Konferenz „Grüner Sozialismus. Zur politischen Ökonomie eines sozial-ökologischen Systemwechsels“ stattfinden.

Programm
Preisverleihung von Seiten des Wissenschaftlichen Beirats von Attac, dem Netzwerk Plurale Ökonomik, Euromemo und der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Einleitung: Anne Huffschmid (Jury Huffschmid-Preis) und Stefan Thimmel (RLS)

Laudatio: Silke Ötsch (Wissenschaftlicher Beirat von Attac und Jury Huffschmid-Preis) und Justus Henze (Jury Huffschmid-Preis)

Kurze Reden der Preisträger*innen:

  • Solveig Degen für ihre Masterarbeit „Levers and Barriers for Energy System. Transformation Through Socialisation - The Case of the Austrian Energy Sector”
  • Dominik Pietron für seine Dissertation „Digitale Privatisierung. Konflikte um Daten und Plattformen in der öffentlichen Daseinsvorsorge“
  • Moderation: Eva Völpel (RLS), Pernille Zimmermann (NPÖ) und Thomas Eberhardt-Köster (Attac)