Attac-Aktivitäten zum G20-Gipfel 2017

Am 7. und 8. Juli versammeln sich die Staatsoberhäupter  und Regierungschef_innen der G20 in Hamburg zum jährlichen Gipfeltreffen. Die Gruppe der 20 ist ein informeller Club der 19 bedeutendsten Industrie- und Schwellenländer und der Europäischen Union. Trotz erheblicher Interessensunterschiede zwischen den teilnehmenden Regierungen stehen die G20 für den neoliberalen Kapitalismus und die Orientierung an den Interessen großer Konzerne und Banken.

Die G20 sind Teil des Problems, nicht der Lösung!

Die G20 treffen sich nicht in Hamburg, um Kriege zu beenden Armut und Hunger zu beseitigen oder den Klimawandel zu stoppen. Stattdessen wollen sie an den Vereinten Nationen vorbei den Neoliberalismus als angeblich alternativlosen Bezugsrahmen für die "Lösung" globaler Probleme durchsetzen. Das ist jenes Gesellschaftssystem, das maßgeblich mitverantwortlich ist für die Verschärfung weltweiter Ungleichheit, für Privatisierungen, Deregulierungen, überhitzte Finanzmärkte, für geopolitische Konflikte und Kriege, für Aufrüstung, für Terrorismus, für Armut und Hungerkatastrophen, für den voranschreitenden Klimawandel und in der Folge für Migration und Flucht.

Wenn nun also dieser Club antritt, um nach eigenem Selbstverständnis die drängenden Probleme der Welt zu lösen, ist davon nichts Gutes zu erwarten. Das bestätigen auch die Ergebnisse vergangener Gipfel.

Es gibt sinnvolle Alternativen zur falschen Politik der G20!

Die Welt ist aus den Fugen und wer sie ändern will, braucht andere Grundeinstellungen für eine neue Politik. In den letzten Jahren haben sich vielfältige Bewegungen und Initiativen für eine solidarische Gesellschaft entwickelt. Gegen Freihandelsabkommen, in der Friedensbewegung, in der Flüchtlingshilfe, bei "Recht auf Stadt", für Solidarische Landwirtschaft, in Kooperativen, Kollektiven oder Genossenschaften, für Steuergerechtigkeit und mehr Demokratie. Gemeinsam wollen wir zum G20­-Gipfel diesen wachsenden Teil der Gesellschaft sichtbar machen – den solidarisch emanzipatorischen Teil, der sich für eine sozial gerechte, friedliche und ökologisch zukunftsfähige Welt einsetzt.
Wir hoffen und glauben, dass sich viele Menschen zu diesem solidarischen Teil der Gesellschaft zählen und sich deshalb an den Protesten in Hamburg beteiligen werden.

Wir sehen uns in Hamburg!

Dem zynischen "Weiter so" der G20 wollen wir unsere Alternativen für eine sozial gerechte, friedliche und ökologisch zukunftsfähige Welt entgegenstellen. Dazu bereitet Attac mit vielen Initiativen und Organisationen innerhalb der G20-Plattform für Hamburg vielfältige und bunte Gipfelproteste vor: Bereits am 5. und 6. Juli wird in der Kulturfabrik Kampnagel der Gipfel für globale Solidarität stattfinden. Wir erwarten viele internationale Gäste und Teilnehmer_innen! Am 7. Juli werden wir im Bündnis "Block G20" mit kreativen und bunten Aktionen auf Hamburgs Straßen unterwegs sein. Und am 8. Juli erwarten wir Zehntausende Teilnehmer_innen zur Großdemonstration "Grenzenlose Solidarität statt G20" in der Hamburger Innenstadt.

Auf nach Hamburg!

Auf den folgenden Seiten findet ihr die wichtigsten Infos und organisatorische Hinweise zu den G20-Protesten im Juli. Auf der Materialien-Seite könnt ihr noch Plakate, Aufkleber, Flyer oder Broschüren bestellen oder herunterladen, um in eurer Umgebung für die Teilnahme an den Protesten zu werben. Der G20-Newsletter informiert euch kurzfristig über die neuesten Entwicklungen bei der Vorbereitung der Proteste. In der Mitfahrbörse könnt ihr nach Fahrkarten mit Bus oder Bahn oder nach Mitfahrgelegenheiten mit dem PKW Ausschau halten. Und die Bettenbörse kann euch Übernachtungsgelegenheiten vermitteln.

Die G20-Broschüre von Attac

28.06.2017 - Finanzmärkte, Klima, Welthandel: G20 versagt auf ganzer Linie

Attac stellt inhaltliche Kritik und Aktivitäten zum Gipfeltreffen in Hamburg vor

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24.06.2017 - Merkel stellt neue Handelsverträge zwischen EU und Afrika in Aussicht

Kehrtwende in der deutschen Handelspolitik?

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23.06.2017 - Cum-Ex-Skandal: Fragwürdige Zusammenarbeit von Politik und Bankenlobby

Vorläufiger Abschlussbericht des Cum-Ex-Untersuchungsausschusses im Bundestag ist enttäuschend

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29.06.17
Veranstaltungstour mit Handelsaktivistin aus Mexiko
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05.07.17
Hamburg. G20 – Alternativgipfel, Aktionstage und Großdemonstration
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08.07.17
Demo gegen G20-Gipfel in Hamburg
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