Flash-Mob

Flash-Mob gegen Bahnprivatisierung

Samstag, 6.10.:
Bahnprivatisierung in die Tonne kloppen!!!

Zeit für etwas Neues: Mit gleich zwei bundesweiten Flash Mobs (Erklärung siehe unten) hat die Bahnkampagne ein großes Publikum angesprochen und breite Medienauf­merk­­samkeit erregt. Am 8. September und am 6. Oktober haben jeweils in rund 50 Bahnhöfen über 2.000 Menschen mit Blitzdemos gegen die Bahnprivatisierung demonstriert.

Mit den Titeln „183 = 13“ und „Bahnprivatisierung in die Tonne kloppen!“ machten die ungewöhnlichen Aktionen auf unsere Kritik an der Bahnprivatisierung aufmerksam. Mit Erfolg: Selbst Bahnchef Mehdorn konnte in Interview, auf die Flash Mobs angesprochen, seinen Groll bloß schwer verbergen ...

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Zur Dokumentation und Nachahmung finden sich weiter unten der Aufruf zum Flash Mob am 6.10. und weitere Erläuterungen der Aktionsform.
 


 

Bundesweiter Flash Mob am 6.10.2007:
Kloppen wir bundesweit die Bahnprivatisierung in die Tonne!



Sei am Samstag, 6. Oktober, pünktlich um 11.50 Uhr im Hauptbahnhof in XXX [hier Deine Stadt eintragen, bei einem großem Bahnhof auch einen Bereich, z. B. "Obergeschoss" -- bitte haltet Euch dabei von den Gleisen fern]

Bring Pfeife, Topfdeckel, Trommel oder ähnliches zum Lärmmachen mit und einen DIN A4-Zettel, auf den Du geschrieben hast: 183 = 13. Bewege dich unauffällig durch den Bahnhof. Achte auf die Bahnhofsuhren.

Fang um Punkt 11.55 Uhr an, Lärm zu machen, aber nur bis genau 11.57 Uhr!

Wenn der Lärm verhallt ist, hol den Zettel 183 = 13 hervor und halte ihn über Deinen Kopf, so dass ihn alle lesen können und drehe Dich langsam in alle vier Himmelsrichtungen.

Dann zerknüll den Zettel und stopfe ihn in einen Bahnhofsmülleimer.

Bitte agiere präzise wie beschrieben, der Effekt wird erstaunlich sein!

Flash Mob 8.10. in Mönchen-Gladbach Dieser Flash Mob findet wieder bundesweit zeitgleich in vielen Bahnhöfen statt.

Leite diese Einladung an alle Deine FreundInnen und Bekannten weiter! Lade Leute, die keine E-Mails lesen, auch mündlich/telefonisch ein, am Flash Mob gegen die Bahnprivatisierung teilzunehmen!

Die Masse macht's - seid viele!


Übrigens:

183 = 13 steht für das Vermögen der Bahn (183 Milliarden) und den Preis, zu dem die Bahn im Zuge der Privatisierung verkauft werden soll (13 Milliarden) - eine unglaubliche Verschleuderung von Allgemeineigentum, die deutlich macht, wie und warum Privatisierung sich für die Investoren lohnt.

 


 

Was ist ein Flash-Mob?

Flash-Mobs ("Flash" für "blitzartig", "Mob" für "Menschen-Menge") sind kurzzeitige Ansammlungen von Menschen zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, die eine kollektive Handlung ausführen und dann wieder verschwinden. Die Sonderform Smart Mob ist mit politischen Forderungen verbunden.

zettel_berlin1_kl.jpgDa das Verhalten, das gemeinsam ausgeführt wird, oft sinnlos erscheint, erregen Flash-Mobs bei den Umstehenden Neugier und Verwunderung. Gleichzeitig stellt das plötzliche Auftauchen und Verschwinden nach dem mysteriösen Verhalten einen hohen Anreiz für die Beteiligung dar, vor allem in der jugendlichen Szene sind Flash-Mobs bekannt und beliebt. Zeitschriften wie "Der Spiegel" widmeten im Jahr 2003, als die ersten Flash-Mobs stattfanden, ganze Artikel diesem neuen Phänomen.

Smart Mobs können eine politische Aktionsform sein, weil sie mit ganz wenig Aufwand und ohne Kosten durchgeführt werden können sich daran mehr und andere Menschen daran beteiligen werden als bei sonstigen Aktionen, die TeilnehmerInnen danach Lust auf mehr Aktionen bekommen sie mit dem Element des Überraschenden und Mysteriösen spielen und dadurch Aufmerksamkeit und Interesse auslösen durch die massenhafte Verbreitung der Aufruf-Mails weitere Aufmerksamkeit auf das Anliegen gelenkt werden kann.

Der Flash-Mob regt eine andere Kommunikationsebene an als Demonstrationen. Es soll Neugierde bei den Umstehenden ausgelöst werden. Das Ziel des Flash-Mob ist erreicht, wenn die Leute sich wundern und sich fragen "Was war denn das?". Ihr solltet daher keine Transparente oder ähnliches zur Flash-Mob-Aktion mitnehmen und vor dem Flash-Mob keine Flugblätter verteilen.

Falls Ihr nach der Aktion direkt angesprochen werdet, könnt Ihr natürlich mit den Leuten reden und ihnen einen Flyer oder die visitenkartengroßen "Blitzinfos" geben. Insgesamt ist das Ziel des Flash-Mob aber nicht eine Informationsvermittlung, sondern Aufmerksamkeit und Neugierde - die Leute werden sich dann selbst auf die Suche nach Informationen machen und den nächsten Artikel in der Zeitung über die Bahn mit größerer Wahrscheinlichkeit und genauer lesen.


Wie wird ein Flash-Mob initiiert?


Im Aufruf müssen konkrete Anweisungen mit genauen Zeit- und Ortsangaben stehen. Der Aufruf zur Weiterverbreitung sollte nicht fehlen! Der Aufruf wird per Mail gestreut – über die üblichen Verteilerlisten, aber auch über unübliche (FoodCoop, Arbeitskollegen, ehemalige MitschülerInnen...) und über das private Adressbuch an alle Freunde und Verwandten.

Mehr Infos, besonders über effektive Pressearbeit,
auf der Flash-Mob-Seite von Bahn für Alle.

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