Mit 600 Bussen und fünf Sonderzügen zur TTIP-Demo in Berlin

"Stop TTIP" feiert: 3,2 Millionen Unterschriften!

07.10.2015

Die Mobilisierung für die Demonstration "TTIP und CETA stoppen! – Für einen gerechten Welthandel!" am Samstag in Berlin läuft auf Hochtouren. Weit mehr als 50.000 Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet werden bei den Protesten erwartet. 600 Busse bringen die Demonstrationsteilnehmer_innen in die Hauptstadt. Zudem starten fünf Sonderzüge aus verschiedenen Ecken des Landes: Aachen, Mönchengladbach, Frankfurt am Main, Stuttgart und München.

Organisiert wird die Demonstration von einem breiten Bündnis aus mehr als 30 Umwelt-, Sozial-, Kultur- und Verbraucherverbänden, Aktivistennetzwerken, Gewerkschaften, Bürgerrechts- und kirchlichen Organisationen. Zum Trägerkreis gehören etwa der Deutsche Gewerkschaftsbund, der BUND, Attac, der Deutsche Kulturrat, Campact, der Paritätische Wohlfahrtsverband, Foodwatch, Mehr Demokratie, Brot für die Welt, Greenpeace, der WWF und die NaturFreunde Deutschlands. Insgesamt rufen 170 Organisationen zu den Protesten auf. Mehr als 11.000 Personen haben den Demo-Aufruf unterzeichnet.

Sie alle fordern, die Verhandlungen mit den USA für TTIP zu stoppen und das mit Kanada verhandelte CETA nicht zu ratifizieren, da beide Abkommen demokratische Rechte aushöhlen sowie ökologische und soziale Standards absenken. Das Bündnis und die Unterstützer_innen des Aufrufs setzen sich für einen gerechten Welthandel ein.

3,2 Millionen Unterschriften für die selbstorganisierte Bürgerinitiative "Stop TTIP"

Wie groß europaweit der Widerstand gegen die geplanten Freihandelsabkommen der EU mit den USA und Kanada ist, zeigt auch das Ergebnis der selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative (sEBI) "Stop TTIP", die am 6. Oktober nach einem Jahr zu Ende gegangen ist und von mehr als drei Millionen Menschen unterschrieben wurde. Bei einer Aktion vor dem EU-Kommissionsgebäude in Brüssel hat das sEBI-Bündnis heute 3,2 Millionen Unterschriften übergeben. Stop TTIP ist erfolgreicher als jede andere Europäische Bürgerinitiative bisher – wir fordern, dass die EU-Kommission dem nicht zu überhörenden Protest gegen CETA und TTIP Rechnung trägt.

Die Auftaktkundgebung am Samstag beginnt um 11 Uhr am Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof; der Protestzug setzt sich um 12 Uhr in Bewegung. Die knapp fünf Kilometer lange Route führt über die Friedrichstraße und am Bundestag vorbei zur Siegessäule am Großen Stern, wo ab 14.30 Uhr die Abschlusskundgebung läuft. Prominente Redner sind Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Kulturrats-Präsident Christian Höppner, der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger und Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband.

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Foto: Jakob Huber / Creative Commons

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