Das Geld gehört uns, nicht wie heute den Banken und morgen Facebook (eine Kampagnenidee)

Geld ist eine gesellschaftliche Einrichtung. Dass wir aber, abgesehen von immer spärlicher werdendem Bargeldgebrauch, in der Regel mit privatem Geld der Banken umgehen, ist weitgehend unbekannt. Nun wollen Facebook und die beteiligten Partner dieses lukrative Geschäft übernehmen. Das ist nicht hinnehmbar. Statt Profitinteressen zu dienen, muss das Geld gemeinwohlorientiert gesteuert werden.

Beschreibung

Die Geldschöpfungsmacht war ein staatliches Hoheitsrecht. Durch das Buchgeld, dessen Volumen das Bargeld um ein Vielfaches übertrifft, wurden diese Macht und die Gewinne daraus weitgehend in die privaten Hände der Banken gegeben. Der Besitz von Geldschöpfungsmacht und die Steuerung des Zahlungsverkehrs bringt die Banken in eine privilegierte Position. Sie sind Machtmittel, sichern den Profit und sorgen notfalls für einen Rettungsschirm durch den Staat. Nun will die Datenkrake Facebook den Banken dieses Geschäft und die Profite daraus aus der Hand nehmen und hat die Schaffung eines eigenen Geldes (Libra) angekündigt. Damit würde das Finanzsystem noch undurchschaubarer und krisenanfälliger. Deshalb ist die Trennung und Neugestaltung des Geldsystems ein Gebot der Stunde, zur Krisenprävention und zur gesellschaftlichen Dienstbarmachung des Finanzsystems. In einem ersten Schritt muss dazu der Zahlungsverkehr auf sicheres Geld umgestellt werden. Wir wollen diskutieren, wie eine Attac-Kampagne zu diesem Thema gestaltet werden könnte.



Themenstrang

Weltwirtschaft und Finanzen

Beginn

01.08 2019 um 11:30 Uhr

Länge der Veranstaltung

01:30 h

Veranstaltungstyp

Workshop

Raum

C1.08

Referent*in

Alfred Eibl