Die Bedingungen der gesellschaftlichen Meinungsbildung umgestalten!

"Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht" heißt es im Untertitel zu Elisabeth Wehlings Buch "Politisches Framing". Wie reden wir da mit? Wir wollen Ansätze linken "Erzählens" und "Bilder-Malens" erarbeiten, wollen Werkstatt werden.

Beschreibung

Dieser Workshop will eine Brücke schlagen zwischen der sachlichen Analyse wirtschaftspolitischer Verhältnisse und den (Selbst-)Darstellungen der Gesellschaft, denen sie sich in Medien, Werbung und Filmen aussetzt. Denn zur Vermittlung und Veranschaulichung der Analyse reicht nicht nur ihre Verbildlichung, es gehört ihre Einbindung in die mentalen Befindlichkeiten der Menschen dazu. Es geht darum, wie die Bilder und Selbstbilder der Gesellschaft, ihrer Milieus und Individuen angeeignet und wie sie mitgestaltet werden können. Die Erweiterungen des Kapitalbegriffs auf soziales Kapital und Sprachkapital bei Bourdieu sollen genutzt werden, um Strategien zu entwickeln, wie die um solidarische Lösungen bemühten Menschen eine gewisse "Bildersouveränität" etablieren können. Die Vorherrschaft des selbstverständlichen bis bewusstlosen Klebens weiter Teile der Gesellschaft an Fetischen wie Geld, Arbeitsplatz und Konsum soll durch die Entwicklung eigener "Produktionsstätten" gesellschaftlicher Selbstdarstellung aufgebrochen werden. Zur umfassenden sozialökologischen Transformation der Gesellschaft gehört auch die Transformation ihrer Kultur der Selbstwahrnehmung, die unlösbar mit der ihrer Selbstdarstellung verknüpft ist.



Themenstrang

Grundlagen

Beginn

03.08 2019 um 09:30 Uhr

Länge der Veranstaltung

03:00 h

Veranstaltungstyp

Workshop

Raum

C2.02

Referent*in

Achim Lübbeke