Mit solidarischem Wirtschaften die Welt verändern?

Ein gutes Leben für jede*n überall braucht Kritik und Widerstand, ebenso wie wirtschaftliche Alternativen. Was sind transformatorische Potenziale, Schwierigkeiten und Herausforderungen? Vorgestellt werden Beispiele sowie das für 2020 geplante Weltsozialforum “Transformatorische Ökonomie“.

Beschreibung

Für ein gutes Leben für jede*n überall sind Kritik und Widerstand wichtig, aber ebenso der Aufbau wirtschaftlicher Alternativen. Zum Einstieg skizziert Elisabeth Voß dieses Andere und die transformatorischen Potenziale in der Vielfalt solcher Betriebe und Projekte. Diese alternativen Ideen und Praxen geraten sowohl von rechter als auch von neoliberaler Seite unter Druck, beispielsweise, indem Begriffe mit neuer Bedeutung belegt werden. Erschwernisse kommen jedoch nicht nur von außen, sondern die Solidarität untereinander ist ebenfalls sehr herausfordernd. Anschließend gibt sie ein paar Einblicke in Beispiele anderen Wirtschaftens, die über Nischen hinausweisen. Das sind beispielsweise das Solidarische Direkthandels-Netzwerk in Berlin, das Solidarökonomische Bündnis zur Umsetzung der Koalitionsvereinbarung der rot-rot-grünen Regierungsfraktionen in Berlin zur Unterstützung Solidarischen Wirtschaftens (was sie als Ansätze munizipalistischer Bewegungen versteht). Ebenfalls muss das Netzwerk selbstverwalteter Betriebe im Mittelmeerraum genannt werden sowie Riace und andere Dörfer in Süditalien, die sich mit regionaler Entwicklung und unteilbarer Solidarität mit Geflüchteten auch ökonomisch gegen Angriffe von rechts zur Wehr setzen. Abschließend berichtet Elisabeth Voß über die Vorbereitungen des Weltsozialforum “Transformatorische Ökonomie“ im Frühjahr 2020 in Barcelona.



Themenstrang

Sozialökologische Transformation

Beginn

03.08 2019 um 09:30 Uhr

Länge der Veranstaltung

01:30 h

Veranstaltungstyp

Seminar

Raum

C1.08

Referent*in

Elisabeth Voß