Die Entmachtung des Bruttonationaleinkommens (Bruttosozialprodukt)

In einem Videofilm wird gezeigt, wie der Staat Bhutan das Gross National Product (GNP, Bruttonationaleinkommen) als Steuerungsgröße für ökonomische Entscheidungen durch einen Indikator namens GNH (Gross National Happiness) abgelöst hat und wie die dortige Situation mit jener hierzulande kontrastiert. Welche Lehren können wir daraus ziehen?

Beschreibung

Die Staaten dieser Erde klammern sich zur Steuerung ihrer gesellschaftlich-ökonomischen Entwicklung sklavisch an die Steigerung des Bruttonationaleinkommens (GNP), Klimawandel und Ressourcenbegrenzung zum Trotz. Aber es gibt eine Ausnahme. Im Kleinstaat Bhutan, zwischen Indien und China gelegen, will man von WTO und GNP nichts wissen. Man hat stattdessen einen Indikator namens GNH entwickelt, an dem sich das politische und wirtschaftliche Leben und Streben ausrichtet, was weltweite Aufmerksamkeit bis hin zu UN-Gremien ausgelöst hat. Im ersten Teil des Workshops zeigt der Referent in seinem eigenen Videofilm aus Bhutan, wie die neuen gesellschaftlichen Ziele aus der buddhistischen und naturverbundenen Sozialisation der Menschen entstehen und in den GNH-Index einfließen, wie mit Zielkonflikten umgegangen wird und welche Erwartungen an die Weiterentwicklung bestehen. Welche Schlüsse können wir angesichts unserer eigenen Situation aus der Vorgehensweise in Bhutan ziehen? Welche Veränderungsansätze, aber auch Erkenntnisdefizite bestehen bei uns derzeit und wo sind Handlungsoptionen erkennbar?



Themenstrang

Ein gutes Leben für alle!

Beginn

02.08 2019 um 09:30 Uhr

Länge der Veranstaltung

03:00 h

Veranstaltungstyp

Workshop

Raum

C1.06

Referent*in

Rolf Oesterlein