Mobilität für alle statt konzernbestimmte Verkehrsplattformen

Konzerne erproben den Verkehr der Zukunft bei Mitfahrsystemen als auch beim autonomen Fahren nach dem Prinzip der Plattformökonomie. Besonders profitträchtig sind dabei die anfallenden Daten. Wie funktioniert das und wie sieht dagegen eine gemeinwirtschaftlich organisierte Mobilität für alle aus?

Beschreibung

Große Konzerne versuchen, den Mobilitätsmarkt der Zukunft bei künftigen Mitfahrsystemen und auch beim autonomen Fahren als Plattformökonomie nach ihren Profitinteressen zu gestalten. IT-Konzerne wie Google nutzen ihre Chancen und investieren in das "Auto als IT-Produkt" um sich die massiv anfallenden Daten zu sichern. Klassische Autokonzerne, denen ein Teil ihrer Wertschöpfungskette durch den Elektroantrieb wegbricht, antworten mit verstärkter Kooperation, wie jüngst Daimler und BMW, um die enormen Investitionen in die neuen Systeme sicherzustellen. Timo Daum beleuchtet in seiner Studie "Das Auto im digitalen Kapitalismus" diese Entwicklungen . Er stellt uns seine Ergebnisse zur Diskussion vor. Wer gewinnt, wer verliert? Wie verschieben sich Machtverhältnisse? Ist die zunehmende Digitalisierung nur Herrschaftsinstrument oder emanzipatorisch nutzbar? Wo sind Brüche, wo Anknüpfungspunkte für eine Mobilität für alle, die frei von Profitinteressen platz- und ressourcenschonend allen zugänglich und gemeinwirtschaftlich organisiert sind?



Themenstrang

Sozialökologische Transformation

Beginn

01.08 2019 um 17:00 Uhr

Länge der Veranstaltung

01:30 h

Veranstaltungstyp

Seminar

Raum

C1.02

Referent*in

Achim Heier

Referent*in

Timo Daum