Mit Marx, Papst und Ökumene den Kapitalismus überwinden helfen – Zur Bündnisbildung zwischen sozialen und interreligiösen Bewegungen

Für die Reformations- und Marx-Jubiläen schrieb Ulrich Duchrow „Mit Luther, Marx und Papst den Kapitalismus überwinden“ zum Verhältnis und zur Bündnisbildung zwischen sozialen und interreligiösen Bewegungen. Dies bietet Systemkritik und Konkretionen auf dem Weg "Vom Leben auf Kosten anderer zum guten Leben für alle“.

Beschreibung

Die kritische Potenz der biblischen Traditionen ist vor allem in der radikalen Reformation der Täufer, aber auch in Luthers systemischer Kritik des Frühkapitalismus, trotz weitgehender Anpassung der Kirchen immer wieder wirksam geworden. An sie knüpft der Rabbinerenkel Karl Marx mit seitenlangen Lutherzitaten und biblischen Bezugnahmen an. Ulrich Duchrow zeigt, wie die weltweite christliche Ökumene einschließlich Papst in offiziellen Dokumenten den imperialen Kapitalismus verworfen hat, an Alternativen arbeitet und so beide Traditionen verbindet. Was bedeutet all das heute angesichts der lebensgefährlichen Krisen, die der Kapitalismus erzeugt? Die ökumenischen Organisationen haben weltweit ein gemeinsames Programm aufgelegt: New International Financial and Economic Architecture (NIFEA) und laden soziale Bewegungen ein, gemeinsam daran zu arbeiten. Papst Franziskus veranstaltet jährliche Treffen mit sozialen Bewegungen. Wie kann Attac sich daran beteiligen und so den Druck von unten gemeinsam verstärken? Es gibt eine antikapitalistische Konvergenz zwischen Bibel, Reformation, Marx und befreiungstheologischen Bewegungen heute.



Themenstrang

Kapitalismus und Demokratie

Beginn

02.08 2019 um 09:30 Uhr

Länge der Veranstaltung

01:30 h

Veranstaltungstyp

Seminar

Raum

C1.08