Autoritarismus, Demokratiekrise, (ökonomischer) Nationalismus: Neoliberalismus 4.0?

Was kommt nach dem Neoliberalismus? Sehen wir sein Ende oder beginnt nun eine neue Phase unter autoritären Vorzeichen? Das Seminar zielt auf eine Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen nach vier Dekaden neoliberaler Politik als Grundlage zukünftiger emanzipatorischer Politik.

Beschreibung

Die Finanz- und darauf folgende Wirtschaftskrise von 2008 hatte bei vielen Menschen zunächst die Hoffnungen auf emanzipatorische Antworten und Transformationsprozesse geweckt. Sie haben sich nicht nur nicht erfüllt, sondern haben sich geradezu ins Gegenteil verkehrt. Wir sehen stattdessen einen zunehmend rabiaten Klassenkampf von oben, gepaart mit einer bedrohlichen Unfähigkeit der herrschenden Eliten, selbst innerkapitalistische Probleme zu lösen. Nach fast vier Jahrzehnten neoliberaler Politik löst sich die Nachkriegsordnung auf und scheint einen neuen Autoritarismus und (ökonomischen) Nationalismus hervorzubringen, der die Demokratie und den deformierten Sozialstaat fundamental bedroht. Neben dem Versagen bürgerlicher Politik haben sich auf den Trümmern neoliberaler Politik die Einstellungen großer Teile der Bevölkerung weg von offenen, solidarischen hin zu autoritären, ausgrenzenden Denkweisen verschoben. Für die sozialen Kämpfe und für eine Globalisierungskritik der Zukunft ist es wichtig, diese Entwicklung genau zu analysieren und zu verstehen. In diesem Sinne bieten wir in diesem Seminar eine vielschichtige, interdisziplinäre Analyse der neoliberalen Epoche mit viel Raum für Diskussionen an. ---- Noch ein wichtiger Hinweis: Die Veranstaltung ist zweitägig und findet an zwei Vormittagen statt.



Themenstrang

Kapitalismus und Demokratie

Beginn

01.08 2019 um 09:30 Uhr

Länge der Veranstaltung

03:00 h

Veranstaltungstyp

Seminar

Raum

C2.05