Zur Ökonomie von Aufrüstung und Krieg

Der zweitgrößte Etattitel im deutschen Bundeshaushalt ist der des Verteidigungsministeriums, aktuell 43 Mrd für dieses Jahr, Tendenz rapide steigend. In dem Seminar geht es um Hochrüstung und kriegerische Transformation der internationalen Beziehungen als wichtiger Aspekt der imperialen Herrschaftsverhältnisse.

Beschreibung

Militarisierung und Kriege sind ein wesentlicher und besonders zerstörerischer Aspekt imperialer Herrschafts- und Produktionsweise. Die destruktiven ökologischen Aspekte lassen sich am Beispiel der Verseuchung durch uranhaltige Munition (Depleted Uranium) nachverfolgen, im zu befürchtenden Extrem an den zu erwartenden Folgen eines Nuklearkriegs, der mit der Aufkündigung des INF-Vertrages wieder bedrohlich näher gerückt ist. Die gewaltigen Finanzmittel, die in den Ausbau der Militärmacht investiert werden, sind ein starker Hemmschuh für den so dringenden sozialökologischen Umbau. Militarisierung, Kriegsvorbereitung und Kriege sind dem Ziel einer gesellschaftlichen Demokratisierung direkt entgegengesetzt. Die auf fossile Energieträger gestützte herrschende Produktions- und Konsumtionsweise stellt eine bedeutsame Quelle bewaffneter Konfrontation dar, insbesondere in Zeiten knapper werdender natürlicher Ressourcen. Das aktuell besonders bedeutende Thema der massenhaften Migration kann ohne die aktuellen Kriege nur unzureichend verstanden werden, nicht zufällig stammt der größte Teil der in den letzten Jahren nach Deutschland gelangten Geflüchteten aus Syrien.



Themenstrang

Globalisierung und Krieg

Beginn

01.08 2019 um 09:30 Uhr

Länge der Veranstaltung

03:00 h

Veranstaltungstyp

Seminar

Raum

C1.02

Referent*in

Matthias Jochheim

Referent*in

Gabi Bieberstein