Weltautoindustrie, e-mobility-Offensive und das Verkehrswendeprogramm

Die aktuelle Offensive der Weltautobranche pro "e-mobility" hat nichts mit "Klima" und viel mit dem Aufstieg Chinas zum Weltautomarkt Nr. 1 zu tun. Ein Verkehrswendeprogramm muss auch die Vergesellschaftung der Autokonzerne und die Konversion der Autoindustrie zum Ziel haben.

Beschreibung

Die Weltautoindustrie startete 2018 mit 300 Mrd. Euro ihr bislang größtes Investitionsprogramm: pro Elektro-Pkw. 45% davon stemmen VW, Daimler & BMW. Ähnlich wie frühere “Reformprojekte“ (z.B Katalysator und Biosprit) dient “e-mobility“ primär dem Ziel, die Kritik am Auto zu unterlaufen und die Autodichte zu steigern. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Industriepolitik der Volksrepublik China, die endlich in die Spitzengruppe der Weltbranche Auto aufsteigen will. Wer der Herausforderung, die die drohende Klimakatastrophe darstellt, gerecht werden will, muss anstelle von “e-mobility“-Programmen und Digital-Schnickschnack auf die radikale Reduktion von Verkehr und auf elementare Module wie Verkehr zu Fuß und per Rad, ÖPNV mit Nulltarif und Flächenbahn mit Tempolimit für den ICE setzen. Geboten werden drei Referate mit dreimal Diskussion: A) Die Weltautoindustrie 1970 – 2019 mit wiederkehrenden Krisen und wiederkehrenden Reformprogrammen B) Die aktuelle Offensive der Weltautobranche pro e-mobility und die Industriepolitik der VR China C) Das 12-Punkte-Programm einer radikalen Verkehrswende, die notwendige Vergesellschaftung der Autokonzerne und die Konversion der Autobranche einschließlich einer Perspektive für die bestehenden zwei Millionen EU-Autojobs



Themenstrang

Sozialökologische Transformation

Beginn

03.08 2019 um 09:30 Uhr

Länge der Veranstaltung

03:00 h

Veranstaltungstyp

Seminar

Raum

C2.05

Referent*in

Winfried Wolf