Politische Ökonomie der Digitalisierung – eine Einführung

Oft drängt sich der Eindruck auf, dass die technologisch bedingte Digitalisierung wie ein Naturereignis über uns kommt. Aber was bedeuten die Prozesse der Digitalisierung für Arbeit und Wirtschaft fernab von negativen Dystopien, überschäumenden Utopien oder altbekannten Wohlfahrtsversprechen?

Beschreibung

Allerorten ist die Rede von der Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft. Der gegenwärtige Digitalisierungsschub wird nicht nur als neue industrielle Revolution verortet, sondern sogar – in Abgrenzung zum Web 2.0 – mit historischen Überschwang bewertet: So ist die Rede von Arbeit 4.0 oder Industrie 4.0, die vermeintlich Produktion und Konsumption grundlegend auf den Kopf stellen wird. Was ist dran an dieser Einordnung? Handelt es sich um tatsächlich um eine bahnbrechende Veränderung der Produktionsweise im hochentwickelten Kapitalismus, die uns hochgradige Produktivitätssteigerungen und damit einen verbundenen Abbau von Arbeitsplätzen bescheren wird? Oder sind "Globalisierung" und "demographischer Wandel" nur neue, große diskursive Erzählungen, die darauf abzielen, Kosten zu senken und Arbeitsverhältnisse durch vermeintliche Sachzwänge weiter zu deregulieren? Wie steht es um die Nachhaltigkeit im Digitalisierungsprozess? Ziel des Seminars ist es, sich aus einer sozioökonomischen Perspektive mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und die ökonomische Dynamik der Digitalisierung im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung kritisch zu reflektieren.



Themenstrang

Digitalisierung und Datenschutz

Beginn

01.08 2019 um 17:00 Uhr

Länge der Veranstaltung

01:30 h

Veranstaltungstyp

Seminar

Raum

C1.07

Referent*in

Prof. Dr. Ralf Ptak