Deutsche Bank: Zukunft nur mit weißer Weste!

Attac fordert sozial-ökologischen Umbau des Geldinstituts

23.05.2019

Dreck auf der weißen Weste – Karussellhandel. Cum Ex. Kohlestrom: Mit
einer Aktion unter diesem Motto haben Attac-Aktive heute bei der
Hauptversammlung der Deutschen Bank in Frankfurt gegen deren schmutzige
Geschäfte protestiert. Das globalisierungskritische Netzwerk fordert,
das Gemeinwohl schädigende Geschäftsmodell des Instituts zu beenden und
es in den Dienst des sozial-ökologischen Umbaus der Gesellschaft zu stellen.

„Umsatzsteuerkarusselle, Cum-Ex, Geldwäsche, Briefkastenfirmen in
Steueroasen, Beihilfe zur Steuerflucht, Investitionen in Kohlestrom und
andere umweltschädliche Energieträger: Die Deutsche Bank gefährdet das
Gemeinwohl. Ob legal oder illegal spielt für sie offenbar keine Rolle,
Hauptsache es wirft Profit ab“, sagte Alfred Eibl vom bundesweiten
Attac-Koordinierungskreis in Frankfurt. „So eine Bank kann sich unsere
Gesellschaft nicht mehr leisten. Es ist höchste Zeit, die Deutsche Bank
zu zwingen, auf ein sozial-ökologisch verträgliches Geschäftsmodell
umzusteigen.“

Mit Cum-Ex-Geschäften hat die Deutsche Bank zusammen mit anderen
Akteuren die EU-Staaten um Steuern in Höhe von 55 Milliarden Euro
gebracht. Um jährlich mehr als 50 Milliarden Euro haben Kriminelle die
Staaten mit Umsatzsteuerkarussellen betrogen. Mit dabei: Mitarbeiter der
Deutschen Bank. Zugleich ist die Deutsche Bank ein globaler Player bei
der Finanzierung von Investments in klimaschädliche fossile Energien: 47
Milliarden Euro waren es in den vergangenen drei Jahren.

Attac setzt sich dafür ein, dass Banken künftig gesellschaftliche
Interessen bei der Kreditvergabe berücksichtigen und Darlehen so
vergeben müssen, dass sie den sozial-ökologischen Umbau der Wirtschaft
befördern. Das klassische Einlagenbankgeschäft und das Investmentbanking
müssen zudem endlich getrennt werden, fordert das Netzwerk. Notwendig
ist für Attac auch ein Unternehmensstrafrecht: Steuervergehen von Firmen
sollen unabhängig vom Nachweis der individuellen Schuld einzelner
Manager mit einem Bußgeld bis zum zehnfachen Betrag der nicht gezahlten
Steuer bestraft werden.

Alfred Eibl: „Profitmaximierung auf Kosten von Mensch und Umwelt ist
kein tragfähiges Geschäftsmodell. Der gesellschaftliche Nutzen der Bank
muss erkennbar sein. Eine Bank, bei der die Interessen der normalen
Kundinnen und Kunden an letzter Stelle stehen, hat ihre
Existenzberechtigung verloren.“

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Aktionsbilder (in Kürze): www.facebook.com/AttacD

Weitere Informationen: www.attac.de/finance-for-the-people

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Für Rückfragen und Interviews:

* Alfred Eibl, Mitglied im Attac-Koordinierungskreis,
Tel. 0160 907 802 66





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