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Auch unter Corona: Gesundheitsschutz im ÖPNV


Die Corona-Pandemie macht uns auf radikale Art und Weise klar, #waswirklichwichtigist für eine Gesellschaft – persönlich wie politisch. Dazu gehört auch, dass Beschäftigte in der Daseinsvorsorge – häufig unterbezahlt und unter schlechten Bedingungen arbeitend – plötzlich selbst von führenden Politiker*innen als das bezeichnet sind, was sie seit jeher sind: Systemrelevant!

Verständlicherweise fokussiert sich dies in der öffentlichen Debatte momentan vor allem auf Pflegepersonal oder Kassierer*innen. Doch auch weitere Berufsgruppen springen momentan für uns in die Bresche, meist unter einem gewissen persönlichen Risiko und hoher Arbeitsbelastung. Dazu gehören auch die Bahn- und Busfahrer*innen, die beispielsweise die Beschäftigten in der Pflege zu ihrer Arbeitsstelle befördern – tagein, tagaus. 

 „Die Beschäftigten im ÖPNV sind täglich draußen unterwegs, sie müssen sicher vor Infektionen geschützt werden. Schließlich sind Beschäftigte der anderen systemrelevanten Berufe wie Gesundheitswesen, Rettungskräfte oder Handel und viele andere Menschen auf den ÖPNV angewiesen."

- Christine Behle, ver.di Bundesvorstand

Der Einsatz dieser Beschäftigten wird noch immer weder ausreichend wertgeschätzt, noch geschützt. Ihre Gewerkschaft ver.di hat deshalb wichtige Forderungen von Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und Fahrgäste im Nahverkehr veröffentlicht, die wir als Attac unterstützen (als pdf im Detail):

Überfüllung verhindern!

Verkehrsangebot, das Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Fahrgästen ermöglicht.

Fahrgastraum abtrennen!

...durch Folie oder Plexiglas, geschlossene Vordertür, Aussetzen von Kartenverkauf & -kontrollen.

Türen automatisch öffnen!

...bei jedem Stopp und mit Ausnahme der Vordertür.

Fahrzeuge desinfizieren!

Alle 24 Stunden Fahrzeuge reinigen und desinfizieren, alle 12 Stunden Haltestangen, Knöpfe, Automaten etc.

Kundenservice abschirmen!

Anlaufstellen mit Kundenkontakt durch Plexiglas abschirmen.

Risikogruppen bezahlt freistellen!

...einschließlich aller Beschäftigten ab 60 Jahren.

Schutzausrüstung fürs Personal!

Desinfektionsmittel, Atemmasken, Handschuhe & Tücher für die Beschäftigten, inkl. Reinigungspersonal.

Handhygiene ermöglichen!

Regelmäßigen Zugang zu hygienischen sanitären Einrichtungen für den Fahrdienst ermöglichen.

Konsequenter Infektionsschutz!

Ausreichende Maßnahmen in Büros, Sozialräumen, Betriebsanlagen.

Seid solidarisch mit den Beschäftigten und unterstützt ihre Kämpfe! Je mehr Menschen ihre Forderungen öffentlich machen und diskutieren, umso größer wird der Druck und damit die Chance, die Forderungen durchzusetzen. Also: Erzählt Euren Freund*innen davon, schickt diese Webseite über Mailverteiler und teilt diese Sharegrafik auf Social Media, in Verbindung mit dem Webseitenlink. Gemeinsam sind wir stark!