Aktionsideen: mittlerer Aufwand

Platzverschwendung mit „Gehzeugen“ skandalisieren

Die Straßenverkehrsordnung macht‘s möglich: Führen Fußgänger einen Gegenstand mit sich, der zu breit für den Gehweg sind, müssen (!) sie stattdessen die Fahrbahn benutzen. Diese Aktion macht sich dies auf subversive Weise zunutze: Ihr schnallt Euch ein selbstgebautes Holzgestell in Autogröße um die Schultern und dürft damit ganz legal auf der Straße gehen. Damit zeigt ihr den absurden Platzverbrauch des motorisierten Individualverkehrs auf sehr anschauliche Art. Ganz nebenbei verzögert ihr den Autoverkehr um Euch herum recht effektiv. ;-)

So wird’s gemacht:

Eine gute Anleitung zum Bau der Gehzeuge findet ihr z.B. hier. Danach geht’s ab auf die Straße! Packt auf jeden Fall Info-Material (Aktionsflyer s. Seitenleiste) ein – viele Passant*innen werden sich fragen, was es mit Eurer Aktion auf sich hat. Ebenso kann es nicht schaden, sich den konkreten Paragraphen der StVO (§25 Abs. 2) zu merken, um unwissende Polizist*innen über den legalen Rahmen Eurer Aktion aufzuklären. 

Eine Option zum Ausbauen der Aktion: Ihr könnt auch einen Demozug aus mehreren Gehzeugen gestalten (vorher anmelden!), um den Platzverbrauch noch deutlicher zu visualisieren.

Das braucht ihr:

Bastel-Geschick, Gehzeug und Aktionsflyer (s. Seitenleiste).

 

 

Aneignung von Parkraum

Platz ist in Städten das knappste und kostbarste Gut – welches überwiegend für PKW verschwendet wird. Mit dieser Aktion wagt ihr, zu träumen: Wofür könnten wir all den Parkraum nutzen, wenn es keine bzw. weniger Autos gäbe? Ihr erobert Euch Parkflächen ganz praktisch zurück und verwandelt sie in Orte zum Verweilen, Erholen, Zusammenkommen, Spielen und Experimentieren.   

So wird’s gemacht:

Sucht Euch zuallererst einen (oder mehrere nebeneinander liegende) Parkplatz, den ihr verwandeln möchtet – am besten in einer grauen, unansehnlichen Straße mit viel Laufpublikum und breitem Gehweg. Überlegt Euch dann, wofür ihr die Parkfläche umnutzen wollt: Zum Beispiel zur grünen Oase mit Rollrasen und Kübelpflanzen, Sonnenliegen, einem Planschbecken und natürlich Kaffee und Kuchen. Oder zur kulturellen Event-Fläche mit Nachbarschaftstreff, Yoga-Kurs und Tanzaufführung? Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Besorgt das Material, das ihr für die Umnutzung benötigt und meldet eine entsprechende Versammlung an, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Dann geht’s los: Markiert die Umnutzung entsprechend mit Kreide (oder mit Schildern: „Hier könnte ein xxx sein“; z.B. „Spielplatz“, „Park“, etc.) und setzt sie dann in die Tat um. Ladet Passant*innen ein, sich anzuschließen und macht ein Angebot, bei dem sie aktiv teilnehmen können. Um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, könnt ihr sie auf dem Parkplatz (mit Kreide) oder einem Plakat weitere Vorschläge zur Umnutzung sammeln lassen.

Für diese Aktion gibt’s übrigens einen eigenen Tag: Am „Parking Day“, in der Regel jeden dritten Freitag im September, werden überall auf der Welt zahllose Parkplätze umgewidmet. Schließt Euch dem an!

Das braucht ihr:

Sprüh- bzw. Malkreide, Materialien zur praktischen Umnutzung (Rollrasen, Pflanzen, Tische & Stühle, Essen & Getränke, etc.), Flyer. Optional: Schilder/Sticker „Hier könnte ein xxx sein“, Flipchart & Stifte.

"Gehzeug"-Aktionsflyer herunterladen!

Der Aktionsflyer ist super zum Verteilen an Passant*innen geeignet, wenn ihr eine "Gehzeug"-Aktion durchführt. PDF herunterladen, mit den Einstellungen "2 Blätter pro Seite, doppelseitig" ausdrucken - fertig!

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