Menü

Alternative Handelspolitik

Neoliberale Freihandelspolitik im Interesse transnationaler Konzerne ist eine der wesentlichen Ursachen globaler Ungleichgewichte und Krisen.

Nach dem Bekanntwerden von Plänen zur Schaffung einer transatlantischen Freihandelszone zwischen der EU und den USA entstand die Allianz für ein Alternatives Handelsmandat; in ihr schlossen sich fünfzig Organisationen aus der EU zusammen, u.a. die Attac Gruppen aus Frankreich, Spanien und Deutschland, das Trade Justice Movement UK, das Corporate Europe Observatory (CEO) und Umweltorganisationen. Als die TTIP-Verhandlungen 2013 begannen, veröffentlichte die Allianz einen umfassenden Gegenentwurf zum EU-Mandat, um so eine Wende in der europäischen Handels- und Investitionspolitik anzustoßen.

Das Alternative Handelsmandat ATM (alternativ trade mandat) ist als langfristiges Projekt für einen Paradigmenwechsel in unserer Wirtschaftsweise zu verstehen. Es orientiert sich an Bedürfnissen der Menschen: Menschenrechte, menschenwürdige Arbeit, soziale und ökologische Ziele sind nicht verhandelbar; Demokratie, Selbstbestimmungsrecht von Gemeinschaften und flache Hierarchien werden als Grundlage einer selbstbestimmten Gesellschaft festgeschrieben. Diesen Vorrang hat Handels- und Investitionspolitik anzuerkennen.

Das ATM versteht sich als ein lebendiges Dokument und als eine Einladung an andere, sich an der Debatte über die Zukunft der Handels- und Investitionspolitik der EU zu beteiligen.