Koalitionsverhandlungen: Ja zu Finanztransaktionssteuer ist großer Erfolg für Zivilgesellschaft

Verwässerung des EU-Kommissionsvorschlags verhindern und online unterschreiben!

Aktion für die Finanztransaktionssteuer in FrankfurtCDU/CSU und die SPD haben sich in den Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, sich für die rasche Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Europa einzusetzen. Das ist ein großer Erfolg für Attac und die vielen anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für die Entwaffnung der Finanzmärkte einsetzen.

"Seit seiner Gründung vor 15 Jahren in Frankreich setzt sich Attac massiv für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ein. Dafür sind wir oft verlacht und für naiv erklärt worden. Heute sitzen im Bundestag nur noch Parteien, die diese Steuer wollen", sagt Detlev von Larcher, Gründungsmitglied von Attac und Moderator der Kampagne "Steuer gegen Armut".

Nun gilt es zu verhindern, dass der Vorschlag der EU-Kommission in den Verhandlungen der elf EU-Staaten, die die Finanztransaktionssteuer einführen wollen, verwässert wird. Eine wirksame Regulierung der Kapitalmärkte ist nur durch eine breite Finanztransaktionssteuer ohne Ausnahmen möglich. Um das durchzusetzen, will "Steuer gegen Armut" den Druck aus der Zivilgesellschaft aufrecht erhalten. Zudem muss sichergestellt werden, dass ein relevanter Teil der Einnahmen aus der Steuer für weltweite Armutsbekämpfung und Klimaschutz verwendet wird.

Bitte helfen Sie mit!

Die Kampagne "Steuer gegen Armut" will international 1 Million Unterschriften für die Einführung der Finanztransaktionssteuer sammeln. Mehr als 600.000 Menschen haben bereits unterzeichnet. Bitte machen Sie mit, unterschreiben sie online und erzählen Sie Ihren Freund_innen und Bekannten davon!

Die Finanztransaktionssteuer (früher auch als Tobin-Steuer bekannt) gehört zu den Gründungsforderungen von Attac. Seit 2009 engagiert sich Attac gemeinsam mit mehr als 90 weiteren Organisationen im Kampagnenbündnis "Steuer gegen Armut" für ihre Einführung.