Eröffnungspodium: EU oder Europa? Worüber reden wir eigentlich?

Freitag, 4. Oktober 2018

Viele sprechen von Europa, wenn sie die EU meinen. Aber ist die EU Europa? Wer gehört zu Europa? Wer nicht und warum? Ist die EU die Verwirklichung eines emanzipatorischen Internationalismus und ein Friedensprojekt? Ist die EU ein Staat, ein Protostaat, ein Staatenbündnis, oder was? Sind die Versuche, eine europäische Identität zu schaffen, wünschenswert? Sind die Vereinigten Staaten von Europa wünschenswert? Wie sehen die Menschen des Globalen Südens Europa und die EU?

Moderation Peter Wahl

Es diskutieren:

Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstands
Nadia Yala Kisukidi, Philosophin an der Universität Paris VIII
Prof. Costas Lapavitsas, Griechenland, London University, former Syriza MP"
Dr. Boris Kagarlitzky, Russland, Institute of Globalization and Social Movements


Podium: Wege in ein anderes Europa

 Samstag, 5. Oktober 2018

Die EU ist in der Krise und Gesamteuropa in keinem guten Zustand. Wie kommen wir aber vom schlechten Heute in ein besseres Morgen? Wie kann es gelingen, eine auf neoliberale Wirtschaftspolitik orientierte EU zu demokratisieren und sozial auszurichten? Oder muss ein ganz anderes, neues Projekt her? Wie sähe eine emanzipatorische „Strategie des Ungehorsams“ aus? Ist der Nationalstaat passé? Was halten wir von Souveränität? Welche Strategien gibt es, um aus einem politisch zerrissenen Europa ein Friedensprojekt nach innen und außen zu machen?

Moderation Thomas Eberhardt-Köster

Es diskutieren:

  • Cédric Durand, Frankreich, Ökonom, Universität Paris XIII
  • Dominika Biegoń, Deutschland, Referatsleiterin für europäische und internationale Wirtschaftspolitik beim DGB-Bundesvorstand
  • Stephen Nolan, Irland, Co-Director von Trademark, einer Ausbildungsorganisation mit Ausrichtung auf soziale Gerechtigkeit in Belfast
  • Andrea Ypsilanti, Deutschland, Institut Solidarische Moderne

Abschlusspodium: Konkrete Schritte hin zu einem Europa das wir wollen

Sonntag, 6. Oktober 2018

Das Europa, das wir uns wünschen, soll friedlich, sozial, demokratisch, ökologisch und weltoffen sein. Wie das erreicht werden kann, dazu gibt es verschiedene Ansätze und Strategien der Durchsetzung: Europa von unten, Europa neu begründen, Plan B, Exit-Strategien u.a. Was halten wir von Konzepten wie der kollektiven Friedenssicherung von Lissabon bis Wladiwostok? Wie gestalten wir eine menschenfreundliche Asyl- und Migrationspolitik? Auf welchen Ebenen – lokal, regional, national, supranational, global – setzen welche Strategien der Veränderung an, und wer sind die Akteure, die sie erstreiten können?

Moderation Hermann Mahler

Es diskutieren:

  • Rex Osa, Flüchtlingsaktivist aus Stuttgart
  • Jeanne Chevalier, Frankreich, Beraterin von Jean-Luc Mélenchon
  • Frank Bsirske, Vorsitzender von Verdi
  • Veronika Sušová-Salminen, Prag/Helsinki, Historikerin & Russland-Expertin