I.5 Arbeitsblatt: Fairer Handel als Weg zu besseren Arbeitsbedingungen?

Das Arbeitsblatt wirft die Frage auf, ob eher fairer Handel und/oder eher politischer Druck zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen führen. Zunächst werden in der Gesamtgruppe Kriterien für menschenwürdige Arbeit gesammelt. Anschließend können drei Texte in Kleingruppen bearbeitet werden, die in unterschiedlicher Gewichtung Argumente für und gegen Siegel (oder Zertifikate) enthalten: Eine Selbstdarstellung von Fair-Trade-Organisationen auf www.fairtrade.de (M1), ein Interview aus dem Neuen Deutschland (M2) mit einer Kakaobäuerin aus Ghana und der Mitarbeiterin einer Nichtregierungsorganisation, die sich für die Rechte von Kakaobäuer_innen einsetzt, sowie schließlich ein Interview aus der Süddeutschen Zeitung (M3) mit der Autorin Kathrin Hartmann, die Nachhaltigkeits-Siegel kritisiert. Dazu gibt es einen kurzen Infotext zum Thema Siegel und Zertifikate. Nach der ersten Phase sollten die Gruppen neu gemischt werden, so dass in den neuen Kleingruppen alle Argumente aus den drei Texten ausgetauscht und in einer Pro-Kontra-Liste zum Nutzen von Fair-Trade-Siegeln gesammelt werden können. Auf dieser Basis werden drei abschließende Arbeitsvorschläge gemacht: Erstens die Organisation einer Pro-Contra-Debatte in der Gesamtgruppe, zweitens die Entwicklung von politischen Forderungen zum Thema internationale Arbeitsstandards an die Bundesregierung sowie drittens eine Recherche von sinnvollen und weniger sinnvollen Siegeln auf dem Portal www.siegelklarheit.de der Bundesregierung.

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In Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk (EPN) Hessen

Mit Mitteln des