I.2 Arbeitsblatt: Konsumgüter und Menschenrechte

Das Arbeitsblatt thematisiert Menschenrechtsverletzung im Zusammenhang mit der Produktion von Palmöl in Indonesien, Textilien in Indien, Schokolade in Westafrika, Orangensaft in Brasilien und Wein in Südafrika. Zunächst wird vorgeschlagen, dass die Lernenden, ausgehend von einem Infotext, in Kleingruppen Produkte suchen, die Palmöl enthalten. Anschließend sollen sie recherchieren, ob diese von einem Konzern produziert wurden und in der Gesamtgruppe eine entsprechende Mindmap erstellen.

Im zweiten Schritt wird angeboten, einen Artikel aus der Frankfurter Rundschau (M1) zur Palmölproduktion zu lesen und die geschilderten Arbeitsbedingungen mit den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu vergleichen, die in einem Infotext erläutert werden. Zudem können die Lernenden mehrere Statuen zum Inhalt des Artikels entwickeln. Dazu gibt es einen Methodenkasten Statuen-Theater. Für Gruppen mit wenig Erfahrung bietet sich eine Einführung durch die Lehrenden an, für die es ebenfalls einen Methodenkasten gibt. Anschließend können Kleingruppen folgende weiteren Texte nach ähnlichem Muster bearbeiten: Einen Artikel zur Textilindustrie aus Südlink. Das Nord-Süd-Magazin von INKOTA (M2), einen Text zum Thema Schokolade aus einem Infoblatt zur Kampagne "Make Chocolate Fair!" (M3), einen Spiegel-Online-Artikel (M4) zur Produktion von Orangensaft und einen Tagesspiegel-Artikel (M5) zu Wein aus Südafrika. Alle Kleingruppen entwickeln ein Plakat und eine Statue, die später in der Gesamtgruppe präsentiert werden.

Abschließend kann das Thema mit einem Text von Markus Wissen (M6) zum Begriff der Imperialen Lebensweise (siehe fachliche Einführung) auf ein theoretisches Niveau gehoben werden. Es wird angeregt, dass die Lernenden den Begriff auf ihre Auseinandersetzung mit M1 bis M5 beziehen. Anschließend können sie im Internet Projekte recherchieren, die nach Alternativen zur "imperialen Lebensweise" suchen und schließlich persönlich dazu Stellung nehmen.

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In Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk (EPN) Hessen

Mit Mitteln des