Übersicht

Arbeitsblatt III.1 bietet verschiedene Zugänge in die Thematik, die dazu anregen, eigene Fragen zu entwickeln und weitere Informationen einzuholen. Eine erste Annäherung an die Finanzmärkte ermöglicht die Interpretation eines Fotos von einem Graffito am Bauzaun der EZB. Die zentralen Konflikte der Krisenpolitik aus der Sicht des kapitalismuskritischen Blockupy-Bündnisses können durch die Auseinandersetzung mit einem Transparent und einer Pressemitteilung (M1) erarbeitet werden.

Aktivität III.2
eignet sich zur Einführung in den Kern der Finanzmärkte, nämlich den Wertpapierhandel. Mit dem Bewegungsspiel Bulle und Bär können das Auf und Ab der Kurse sowie das Herdenverhalten der Händler_innen simuliert und abschließend mit Hilfe des Infokastens III.3 zum Wertpapierhandel und einer Dax-Kurve (M1) auf den Aktienhandel übertragen werden.

Arbeitsblatt III.4
thematisiert den anhaltenden Streit um die Finanztransaktionssteuer. Es beinhaltet einen Zeitungsartikel aus dem Tagesspiegel (M1) zum Lobbying der Banken gegen die Finanztransaktionssteuer, der als Ausgangspunkt für eine Konfliktanalyse dient. Eine knappe Erläuterung bietet hier der Infokasten III.5: Was ist die Finanztransaktionssteuer (FTS)? Weitere Materialien von der Europäischen Kommission (M2), der Deutschen Kreditwirtschaft (M3), der Arbeiterwohlfahrt (M4) und von Oxfam (M5) können für die Vorbereitung einer Expertenanhörung genutzt werden.
Zur Thematisierung des Krisenpotenzials der Finanzmärkte und entsprechenden Regulierungsvorschlägen kann an dieser Stelle auch das Arbeitsblatt I.7 aus Modul I herangezogen werden.

Arbeitsblatt III.6 beschäftigt sich auf der Basis einer Stellungnahme der Kampagne „Steuer gegen Armut“ (M1) und einer Pressemitteilung von Attac (M2) mit Protesten für eine Fi-nanztransaktionssteuer sowie mit den realen Einflussmöglichkeiten von NGOs oder Verbänden auf diese politische Entscheidung. Mithilfe einer Checkliste für die Planung politischer Aktionen (M3) und eines Online-Leitfadens zur politischen Kampagnenarbeit können die Lernenden Ideen für eine eigene Kampagne entwickeln. Dabei erfahren sie Möglichkeiten, Probleme und Grenzen der Planung politischer Beteiligung.

Aktivität III.7
bietet unter dem Motto "Die EZB und Ich" einen spielerischen Einstieg in das Themenfeld Geld, Banken, Zentralbanken, und Geldpolitik. Denn um die Rolle der EZB in der Krisenpolitik bewerten zu können, muss zunächst verstanden werden, was eine Zentralbank eigentlich tut. Die Teilnehmenden übernehmen verschiedene Rollen wie Bürger_innen, Banken, Unternehmen oder die Zentralbank und wickeln zeitgleich verschiedene alltägliche Zahlungsvorgänge ab. Ziel ist es dabei zunächst nur, die Rolle der verschiedenen Akteure und insbesondere der Zentralbank im Wirtschaftsprozess zu verstehen. Zugleich wird die Frage aufgeworfen, warum die Zentralbank keine direkten Kredite an Staaten vergibt.

Arbeitsblatt III.8
thematisiert die Rolle der EZB in der Krise und vertieft die Frage der direkten Staatsfinanzierung. Hier ist der Ausgangspunkt ein Streitgespräch (M1) zwischen einem EZB-Vertreter und zwei Kapitalismuskritikern. Darin werden verschiedene Positionen (Marktwirtschaft, wirtschaftspolitische Alternativen und Kapitalismuskritik) deutlich, die in einer Fish-Bowl-Debatte aufgegriffen werden. Als weitere Materialien dienen dabei ein Aufruf von Ökonomen aus der FAZ (M2), ein Positionspapier der Attac-AG Finanzmärkte und Steuern (M3) sowie eine Publikation der Rosa-Luxemburg-Stiftung (M4).

Die Hintergründe der Diskussion können dem Infokasten III.9 „Die EZB und die Staatsanleihen in der Eurokrise“ entnommen werden.

An dieser Stelle wird auch die Frage nach der Rolle der EZB im Rahmen der Troika angesprochen, der in Modul V mit den Arbeitsblatt V.7 „Wer hat die Troika gewählt“ weiter nachgegangen werden kann.