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Attac Deutschland - Ortsgruppe Gladbeck
Pressemitteilung
17. Juli 2004
Protest gegen Steuertricks:"Her mit den 20 Milliarden
Euro!"
Mit einer Plakataktion an der Vodafone-Filiale in Gladbeck haben Mitglieder
des globalisierungskritischen Netzwerks Attac heute Nachmittag gegen die Steuertricks
des Mobilfunkkonzerns protestiert. "Stoppt Steuerklau. Stoppt Vodafone.
Her mit den 20.000.000.000 Euro" steht auf den Plakaten, die jetzt an den
Schaufenstern mehrerer Vodafone-Läden und an Handykarten-Automaten in der
Innenstadt kleben. "Vodafone macht Milliardengewinne und zahlt seinen Managern
Millionenprämien. Aber ums Steuerzahlen will sich der Konzern drücken",
so ein Attac-Sprecher, "diesen Skandal wollen wir nicht hinnehmen."
"20 Milliarden Euro" Steuern will das Unternehmen sparen, indem es
Buchverluste aus der Mannesmann-Übernahme in Höhe von 50 Milliarden
abschreibt. Dadurch hätte das hoch profitable Unternehmen auf dem Papier
einen riesigen Verlust und müsste auf Jahre hinaus weniger Steuern zahlen.
Ob dieses Vorgehen legal ist, prüfen die Behörden derzeit; es gibt
viele Hinweise, dass Vodafone bewusst getrickst hat, um den Steuervorteil zu
beanspruchen
Die heutige Aktion in Gladbeck ist Teil einer bundesweiten Attac-Kampagne gegen
den "Vodaklau". Mit mehreren 10.000 Flugblättern, Postkarten
und Plakaten werden Attac-Gruppen in vielen Städten über die Pläne
von Vodafone informieren und zum Protest aufrufen. Dabei sollen möglichst
viele Menschen Vodafone per Postkarte oder E-Mail mitteilen, was sie von den
Steuertricks des Unternehmens halten. "Die großen Konzerne wollen
eine intakte Infrastruktur nutzen, ohne Steuer zu zahlen. Sie müssen merken,
dass die Menschen das nicht akzeptieren", so ein Attac-Vertreter.
Damit sich Unternehmen wieder angemessen an der Finanzierung öffentlicher
Aufgaben beteiligen, setzt sich Attac zudem politisch dafür ein, Steuerschlupflöcher
zu schließen; dafür wurde zusammen mit ver.di das Modell einer "Solidarischen
Einfachsteuer" entwickelt. Zudem fordert Attac, den ruinösen Steuerwettbewerb
zwischen Staaten durch internationale Mindestsätze zu stoppen.
Internetseite der Kampagne: www.attac.de/vodaklau/
Ralf Michalowsky
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