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www.attac.de/vodaklau/kommune.php - Abgerufen am 26. May 2008 |
| Musterbrief an die Kommunen |
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Briefaktion an Vertreter der Kommunen Einige Städte und Gemeinden haben sich dem Protest angeschlossen. Der Wetterau-Kreis hat aus Protest gegen das Vorgehen von Vodafone sämtliche Verträge zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen gekündigt. Wir möchten viele andere Kommunen auffordern, dem Beispiel zu folgen. Deshalb möchten wir Sie/Euch bitten: Schreibt einen Brief an Eure kommunalen Gremien (z.B. die Stadtratsfraktionen) und bittet Sie darin, sich für eine Kündigung der Verträge mit Vodafone einzusetzen. Wir haben dazu einen Musterbrief vorbereitet, den Sie/Ihr runterladen, nach Bedarf abändern und benutzen könnt. Wenn Ihr Euch beteiligt, bitten wir um eine kurze Info an: Stephanie Handtmann
An dieser Stelle möchten wir auf den Briefwechsel von Attac Braunschweig
mit der Stadt Braunschweig hinweisen.
Kündigung von Mobilfunkverträgen mit Vodafone Ort, Datum Sehr geehrte/r Frau/Herr X, • Erstens ist der Wert der Aktien bei der Übernahme von Mannesmann möglicherweise bewusst überhöht gewesen. Wenn Vodafone den Preis auch deshalb so hoch angesetzt hat, weil das Unternehmen mit steuerlichen Entlastungen aus einer späteren Teilwertabschreibung rechnete, dann könnte dies nach Ansicht von Experten als Missbrauch steuerlicher Gestaltungsmöglichkeiten gewertet werden. • Zweitens scheint der Wertverlust extrem überhöht zu sein. Als Vodafone die Aktien nach der Übernahme im Dezember 2000 von Luxemburg nach Deutschland übertrug, wurde der entscheidende Wert von 147 Milliarden Euro mit einem internen Gutachten ermittelt. Vieles deutet darauf hin, dass dies überteuert ist; wenn man den Kurs der wenigen Mannesmann-Aktien, die zu diesem Zeitpunkt noch an der Börse gehandelt wurden, zugrunde legt, ergibt sich nur ein Viertel des Wertess. • Drittens hat Vodafone den angeblichen Wertverlust offenbar bewusst in die Vergangenheit gelegt. Weil Teilwertabschreibungen ab dem Wirtschaftsjahr 2001 nicht mehr möglich sind, will Vodafone die gesamte Wertminderung für das Jahr 2001 geltend machen. Das ist jedoch mehr als fraglich. Abschreibungen auf Aktien sind nämlich nur erlaubt, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Das dürfte für diesen Zeitraum schwer nachzuweisen sein. • Viertens ist es die höchste Abschreibung, die jemals ein Konzern
geltend machen wollte. • Und Sechstens zeigt sich an diesem Fall die Heuchelei der Manager besonders gut: Im Prozess um den Mannesmann-Verkauf wurden die hohen Abfindungen für die Manager, damit begründet, dass diese durch die steigenden Aktienkurse große Vermögenswerte geschaffen haben. Die Steuerersparnis wird nun damit begründet, dass diese Werte leider nicht von Dauer waren. Hier wird auf besonders schöne Weise deutlich, wie Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden. Weil Konzerne Steuerschlupflöcher rücksichtslos ausnutzen, transnationale Unternehmen Gewinne und Verluste in die jeweils steuerlich vorteilhaftesten Regionen verschieben und sich Regierungen im Steuerdumping überbieten, gehen die Einnahmen der öffentlichen Kassen im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung zurück. Städte und Kommunen sind direkt und indirekt von den Steuerausfällen betroffen. Die Öffentliche Daseinsvorsorge kann selbst in den reichsten Exportnationen - geschweige denn in ärmeren Ländern - nicht mehr ausreichend finanziert werden. Auch wenn diese Entwicklung u.a. Resultat einer ungerechten Steuerpolitik ist,
sind die Konzerne aktiv beteiligt, indem sie Schlupflöcher ausnutzen. Viele
Verbraucher wollen die fragwürdigen Tricksereien auf Kosten der Allgemeinheit
nicht hinnehmen. Eine große Anzahl privater Kunden hat bereits die Verträge
gekündigt. Ich bitte/Wir bitten Sie, das Anliegen in den zuständigen Gremien Ihrer
Stadt/Gemeinde vorzubringen. Über eine Rückmeldung freue ich/freuen
wir uns. Gerne stehe ich/stehen wir Ihnen auch für ein persönliches
Gespräch zur Verfügung. Weitere Informationen zu dem Fall Vodafone
finden Sie auf der Attac-Homepage unter www.attac.de/vodaklau.
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